Dortmunderin (57) sichtet Wassersportler auf der Emscher

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Auf der renaturierten Emscher in Schönau wurden Kanufahrer beobachtet. Gehört dieses Bild wirklich schon zur neuen Freizeitwelt? Was sagt die Emschergenossenschaft dazu?

von Marc Dominic Wernicke

Schönau

, 17.03.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit ihrer Renaturierung führt die Emscher in Dortmund wieder klares Wasser. Daran erfreuen sich jedoch nicht nur Wanderer und Naturfotografen, wie eine Anwohnerin aus Schönau am Samstag (14. März) feststellte.

„Ich ging mit dem Hund auf unserem Privatweg am Ufer spazieren und hörte plötzlich Stimmen“, berichtet Ilona Schnittker. Das, was sie dann sah, erstaunte die 57-Jährige: Drei Kanufahrer paddelten auf der Emscher an ihr vorbei.

Kanufahrer auf der Emscher

Für die Schönauerin Ilona Schnittker war es eine Überraschung: zum ersten Mal sah sie Boote auf der Emscher. © Ilona Schnittker

„Früher haben wir in der Nachbarschaft noch Witze gemacht, dass wir hier nach der Renaturierung einen Imbiss und einen Kanuverleih eröffnen könnten“, sagt Schnittker amüsiert.

Es sei das erste Mal gewesen, dass sie Boote auf der Emscher gesehen habe. „Das ging an dem Samstag wohl nur, weil es in den Tagen davor geregnet hat und das Wasser etwas höher war“, vermutet sie.

Emscherbetrieb warnt vor Wasserkontakt

„Von Paddlern auf der Emscher haben wir in der Tat noch nichts gehört“, erklärt Anne-Kathrin Lappe, Pressesprecherin der Emschergenossenschaft, auf eine Nachfrage der Redaktion.

Erwünscht seien solche Wassersport-Aktivitäten jedoch nicht, da die Natur im Uferbereich noch „sehr sensibel“ sei.

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Zudem könnte der Fluss nach Regenfällen auch „nicht-klärpflichtiges“ Wasser aus Entlastungsbauwerken enthalten. „Ein direkter Kontakt mit dem Wasser ist unter Umständen nicht gesundheitsförderlich“, warnt Lappe.

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