Karstadt/Kaufhof: SPD fordert Sanierungsplan vom Management

mlzSchließungspläne

Ministerpräsident Armin Laschet soll angesichts der Schließungsankündigungen für die Dortmunder Karstadt/Kaufhof-Häuser alle Beteiligten an einen Tisch holen – so eine Forderung der Grünen.

Dortmund

, 21.06.2020, 15:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach Bekanntwerden der Schließungspläne für die drei Karstadt/Kaufhof-Häuser in Dortmund erklären nach der Rats-Resolution auch einzelne Parteien ihre Solidarität mit den Beschäftigten von „Galeria Karstadt Kaufhof“. Außerdem haben SPD und Grüne Forderungen an das Management und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet.

Mit Fassungslosigkeit habe man die Mitteilung von den Schließungsabsichten aufgenommen, teilt die Dortmunder SPD mit. Die Beschäftigten seien seit Jahren die Leidtragenden gravierender Fehlentscheidungen des Managements.

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„Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum gerade Häuser geschlossen werden sollen, die an einer der am stärksten frequentierten Einkaufsstraßen Deutschlands liegen und nach unserer Kenntnis die profitabelsten Häuser der Kette waren“, heißt es in einer Pressemitteilung der Sozialdemokraten.

Druck auf Beschäftigte und Vermieter

Besonders scharf sei dieses Vorgehen zu verurteilen, falls es nur ein Versuch sein sollte, „Druck auf die Beschäftigten und den Vermieter auszuüben, um die Personalkosten und die Miete zu senken.“

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Die SPD stehe an der Seite der Beschäftigten und fordere das Management des Konzerns auf, endlich seiner Verantwortung gerecht zu werden „und in dieser Situation einen soliden Sanierungsplan aufzustellen, bei dem die Beschäftigungssicherung und nicht das Gewinninteresse des Unternehmens im Vordergrund steht“.

Die Grünen in Dortmund fordern die Dortmunder Politik sowie das Land auf, dieser Entscheidung nicht tatenlos zuzusehen. Die Politik müsse sich nun solidarisieren mit den Beschäftigten der Kaufhäuser sowie den Vertretungen des Einzelhandels in Dortmund.

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Arbeitsplatzverlust und massiver Kahlschlag

„Sollte diese Entscheidung für Dortmund umgesetzt werden, so droht nicht nur den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Arbeitsplatzverlust, sondern auch unserer Innenstadt ein massiver Kahlschlag“, warnt die grüne OB-Kandidatin Daniela Schneckenburger. Und das in einer Zeit, in der der Einzelhandel ohnehin in schwerer Bedrängnis sei.

Schneckenburger fordert: „Ministerpräsident Laschet muss angesichts dieser Drohlage alle Beteiligten inklusive der Oberbürgermeister an den Tisch holen. Und der Eigentümer muss sich klar sein: Eine Vermarktung und Neuaufstellung der leer stehenden Immobilien ohne die Unterstützung der betroffenen Städte wird auch für ihn zum Problem werden.“

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