Katholische Kirche Dortmund-Nordost erfindet Alternative zu starrem Gottesdienst

mlzNeue Gottesdienst-Reihe

„Benedicat – Gesegnete Zeit“ heißt ein neues Angebot der Katholischen Kirche Dortmund-Nordost. Dabei kommt sogar ein Clown zum Zug.

Scharnhorst

, 07.02.2019, 15:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Mitarbeiter der katholischen Kirche Dortmund-Nordost haben sich etwas Neues ausgedacht: „Benedicat – Gesegnete Zeit“. Dabei handelt es sich um ein neues Gottesdienst-Format, das Gemeindereferent Manfred Morfeld so erklärt: „Viele Gemeindemitglieder finden die hergebrachte Form von Gottesdiensten zu starr und zu strukturiert.“ Sie mögen nicht den immer gleichen Ablauf mit den althergebrachten Formeln.

Nur rund zehn Prozent der Gemeindemitglieder würden heute die Gottesdienste noch besuchen. Das seien allein in St. Franziskus in Scharnhorst zwar immer noch rund 350 Besucher am Wochenende, aber nun sollen eben auch die anderen 90 Prozent angesprochen werden

Gebete und der Segen bleiben erhalten

In den neuen Gottesdiensten, die einmal im Monat an unterschiedlichen Orten stattfinden, sollen zwar immer noch Gebete, das gemeinsame Singen und ein Segen am Ende stehen, aber eine Predigt oder auch die Kommunion entfallen.

Beginn dieser neuen Reihe ist am 3. März um 18.30 Uhr in der Franziskusgemeinde, Gleiwitzstraße 281. Dann wird ein „Kirchenclown“ kommen. Das ist jemand, der die christliche Botschaft einfach auf eine andere – lockere und humorvollere – Art verkündet, als das in herkömmlichen Gottesdiensten geschieht.

„Die Hände zum Himmel“ heißt das Motto dieses ersten Benedicat-Gottesdienstes. Wichtig sei die dialogische Form. Man wolle mit den Besuchern ins Gespräch kommen.

Pfarrer Reinhard Bürger wird dabei weniger im Mittelpunkt stehen, so sagt er, er wolle gerne teilnehmen, aber lediglich als ganz normaler Gottesdenst-Besucher. Auch mit der Vorbereitung hat er nichts zu tun. Für jeden der Benedicat-Gottesdienste wird ein neues Vorbereitungsteam gebildet – je nach Thema.

Das kann zum Beispiel „Ernte gut – alles gut“ auf dem Hof Mertin sein (am 6. Oktober) oder „Nee – watt schön“ am Schöpfungskreuz im Kurler Busch an der Karlsbrücke (am 5. Mai).

Neue Reihe an jedem 1. Sonntag im Monat

Das Team des Pastoralen Raums Dortmund-Nordost sieht diese neue Gottesdienst-Art auch als Ersatz für die Heilige Messe in der Bonifatiusgemeinde, die Pfarrer Hermann Peters gehalten hat. Dieses Angebot entfällt jetzt aus gesundheitlichen Gründen. „Benedicat – Gesegnete Zeit“ findet an jedem ersten Sonntag im Monat um 18.30 Uhr statt.

  • Zur Kirche Dortmund-Nordost gehören folgende Gemeinden: St. Aloysius in Derne, St. Bonifatius in Kirchderne, Franziskus in Scharnhorst-Ost, St. Johannes Baptista in Kurl, St. Immaculata in Alt-Scharnhorst, St. Michael in Lanstrop und St- Petrus Canisius in Husen.
  • Die Gottesdienste finden an verschiedenen Orten statt - in allen zum Pastoralen Raum Dortmund-Nordost zählenden Gemeinden oder auch an ganz anderen Orten wie dem Hof Mertin oder dem Kurler Busch.
Schlagworte:
Lesen Sie jetzt