Katholische Kirche im Dortmunder Osten erarbeitet Konzept zum Schutz von Minderjährigen

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Die Missbrauchsfälle innerhalb der Katholischen Kirche haben allerorten für Entsetzen gesorgt. Nun hat der Pastorale Raum Dortmund-Ost ein „Institutionelles Schutzkonzept“ entwickelt.

Brackel

, 06.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Pfarrgemeinderat im Pastoralen Raum Dortmund-Ost hat sein „Institutionelles Schutzkonzept“ vorgestellt. Die Erarbeitung dieses Konzeptes ist eine Reaktion auf die Vorfälle von sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendliche durch Mitarbeiter der Katholischen Kirche.

Mehr als ein Jahr ist vergangen seit den ersten Schritten hin zur Erarbeitung eines solchen Schutzkonzeptes im Pastoralen Raum Dortmund Ost. Das Pastoralteam arbeitete gemeinsam mit der Präventionsfachkraft Antje Bettermann und zahlreichen Ehrenamtlichen aus den Gemeinden zusammen.

„Kultur der Achtsamkeit schaffen“

Die handliche Broschüre beschreibt auf rund dreißig Seiten, wie der Umgang untereinander und besonders im Hinblick auf den Schutz von Kindern, Jugendlichen und schutzbedürftigen Erwachsenen gelingen kann. „Wir wollen insbesondere eine Kultur der Achtsamkeit und Hellhörigkeit erwirken“, sagt Pfarrer Ludger Keite, Leiter des Pastoralen Raumes. So sind im Verhaltenskodex, dem „Herzstück“ des Schutzkonzeptes klare Verhaltensregeln für alle im Pastoralen Raum tätigen – sowohl haupt- als auch ehrenamtlich – festgesetzt worden.

Katholische Kirche im Dortmunder Osten erarbeitet Konzept zum Schutz von Minderjährigen

Pfarrer Ludger Keite leitet den Pastoralen Raum Dortmund-Ost © Schaper

„Ganz bewusst haben wir uns hier für eine persönliche „Ich“-Ansprache entschieden“, so Pfarrer Keite weiter. Bereits im April seien Leiterinnen und Leiter der Ferienfreizeiten intensiv geschult worden, nach den Sommerferien folgen sechsstündige Schulungen für Küsterinnen und Küster, Leitungen von Chören und verschiedenen Gruppierungen der Gemeinden. Dreistündige Grundschulungen für die Sekretärinnen und Kirchenvorstände stehen ebenfalls auf dem Programm. „Wir wollen das Thema jetzt weiter hochhalten“, erläutert Gemeindereferentin Andrea Kreklau. „Es ist uns wichtig, dass sich die Haltung zum Umgang miteinander in unseren Gemeinden weiter festigt.“

Kostenfreie Schulungen werden angeboten

Dank einer Förderung durch das Referat Prävention des Erzbistums Paderborn können die Schulungen kostenfrei angeboten werden.

Das Schutzkonzept des Pastoralen Raumes Dortmund-Ost, zu dem die Kirchengemeinden St. Clemens, Brackel, St. Nikolaus von Flüe, Neuasseln, St. Joseph, Assel und Vom Göttlichen Wort, Wickede, gehören, ist am 1. April in Kraft getreten. Es wurde mit Einbeziehung von zahlreichen Gemeindemitgliedern entwickelt und beinhaltet einen so genannten Verhaltenskodex, in dem der Umgang miteinander beschrieben und festgesetzt wird. Das Schutzkonzept kann auf der Homepage www.kirche-dortmund-ost.de heruntergeladen werden und steht allen Interessierten auch als Broschüre zur Verfügung. Bei Fragen Antje Bettermann und Gemeindereferentin Andrea Kreklau zur Verfügung. Sie sind erreichbar unter praevention@kirche-dortmund-ost.de.

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