Kay Voges über seine Pläne, seine Ziele

Designierter Schauspielchef

DORTMUND In einem Dreivierteljahr ist es soweit. Dann ist Kay Voges Schauspielchef in Dortmund. Wir trafen ihn kurz vor der Premiere seiner „Miss Sara Sampson“ am Samstag in Magdeburg.

von Von Andreas Schröter

, 13.10.2009, 05:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ja, Jakob Schneider wird bleiben. Er ist ein ganz toller Schauspieler, der in das neue Ensemble wunderbar hineinpasst und es bereichern wird. Außerdem bleiben Pressesprecherin Djamak Homayoun und ihre Mitarbeiterin Laura Sander, Regieassistent Leif Mieland, die Inspizienten und die Souffleure. Mit einigen anderen der aktuellen Schauspieler werden Gespräche stattfinden mit dem Ziel, sie als Gäste weiterzubeschäftigen. Insgesamt wird das feste Ensemble am Ende aus 15, vielleicht aus 17 Schauspielern bestehen.

Michael Gruner hat dazu schon das Wichtigste gesagt: „Wir müssen aus einem Müllberg ein Schloss bauen.“ Das sehe ich genauso. Der Etat des Schauspiels ist schon jetzt äußerst eng gesteckt. Da gibt es keine Spielräume mehr. Und wenn man zu sehr an Kultur spart, droht die Gefahr, der Stadt ihre Identität zu nehmen, der Region ihre Vielstimmigkeit und Vielfalt.

Nein. Aber ich verbringe momentan vier Stunden pro Tag am Telefon, um alles vorzubereiten. Es wird ein spannender und vielfältiger Spielplan.

Bei Klassikern versuche ich immer herauszudestillieren, was daran für uns heute noch wichtig ist. Nicht die damaligen Umstände und Beweggründe der Werke interessieren mich, sondern ihre Notwendigkeit im Hier und Jetzt. Ich wünsche mir keine Zertrümmerungen, sondern unterhaltsame und eindrückliche Klassikerbearbeitungen.

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