Fahrkarten einfach im Zug kaufen? So verteidigt die Deutsche Bahn ihren Ekel-Automaten

mlzNahverkehr

Die Deutsche Bahn weiß von dem Ekel-Automaten an der S-Bahn-Station Nette/Oestrich. Was damit passieren soll und wie Bahnfahrer vorerst an Tickets kommen, erklärt eine Bahnsprecherin.

Nette, Oestrich

, 21.08.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Als „Siffkasten“ wird der Automat an der S-Bahn-Haltestelle Nette/Oestrich auf Facebook bezeichnet. Der Touchscreen ist milchig verschmiert, die Front mit Graffiti zugekleistert. Manche Bahnfahrer trauen sich nicht mehr, eine Fahrkarte zu ziehen. „Wer weiß, was man sich da einfängt?“, schreibt eine Facebook-Userin.

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„Der Zustand des Automaten ist uns bekannt und ärgert uns natürlich“, sagt eine Sprecherin der Deutschen Bahn auf Anfrage. Aber wie geht die Bahn jetzt vor: Wird der Automat gesäubert, repariert oder sogar ersetzt?

Schäden werden zentral gemeldet

„Die Reparatur ist beauftragt“, sagt die Bahnsprecherin. Wie lange es dauern wird, bis der Automat wieder funktionstüchtig ist, ließe sich nicht genau sagen. „Komplett ausgetauscht werden Automaten in den seltensten Fällen.“ Erfahren hat die Bahn von dem Schaden über die Telefonnummer, die am Automaten steht und über die auch Bahnfahrer Schäden melden können. Die Meldungen werden zentral gesammelt - dort, wo auch Schadensmeldungen der Deutschen Bahn selbst eingehen.

Problematisch sei es aber nicht, am Bahnsteig kein Ticket kaufen zu können. Vorerst können Bahnfahrer die App „DB Navigator“ nutzen, so die Bahnsprecherin. „Oder sie notieren oder fotografieren die Automatennummer.“ So könne ein Kontrolleur abklären, ob der Automat tatsächlich defekt ist. „Bahnfahrer können dann ein Ticket im Zug kaufen.“

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