Coca-Cola als Kunde: KHS investiert 20 Millionen Euro in Dortmund

Wirtschaft in Dortmund

Die KHS Gruppe hat 20 Millionen Euro in ihren Stammsitz in Wambel investiert. Das Unternehmen produziert Abfüll- und Verpackungsanlagen für die Getränkeindustrie - und bietet Öko-Lösungen.

Dortmund

27.05.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit dieser komplett neuen Halle erhöht KHS seine Produktionskapazitäten in Wambel. Auf einer Fläche von 4300 Quadratmetern führte der Systemanbieter die relevante Technik für den Behälter- und Gebindetransport zusammen.

Mit dieser komplett neuen Halle erhöht KHS seine Produktionskapazitäten in Wambel. Auf einer Fläche von 4300 Quadratmetern führte der Systemanbieter die relevante Technik für den Behälter- und Gebindetransport zusammen. © KHS Gruppe

Im Rahmen eines ganzen Maßnahmenbündels hat die KHS Gruppe ihren Standort an der Juchostraße in Wambel ausgebaut. Das Unternehmen, das weltweit Anlagen zum Abfüllen und Verpacken von Getränken verkauft, investierte seit 2015 unter anderem in eine circa 4300 Quadratmeter große Produktionshalle und sanierte eine weitere komplett.

Die letzten Baumaschinen werden im Laufe des Frühjahrs verschwunden sein, dann sind die umfassenden Prozessoptimierungen und Maßnahmen am Standort Dortmund abgeschlossen.

Die Investition von 20 Millionen Euro war nach Angaben von Werksleiter Dr. Joachim Konrad zwingend notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken: „Wir befinden uns als weltweit tätiges Unternehmen in einer Konkurrenzsituation und wollen weiterhin auch in Deutschland produzieren. Deshalb haben wir unsere Infrastruktur und die Prozesse in der Produktion weiter digitalisiert und automatisiert.“

Werksleiter Dr. Joachim Konrad freut sich über die große Investition: „Das ist ein positives Signal für die regionale Wirtschaft. Dank der umfassenden Investitionen bleibt der Standort international wettbewerbsfähig.“

Werksleiter Dr. Joachim Konrad freut sich über die große Investition: „Das ist ein positives Signal für die regionale Wirtschaft. Dank der umfassenden Investitionen bleibt der Standort international wettbewerbsfähig.“ © KHS Gruppe

Ob Coca-Cola, Heineken oder Granini - die großen Getränkeproduzenten nutzen die Technik von KHS. Die Aussichten für die Branche sind gut und die Nachfrage nach möglichst umweltverträglichen Verpackungen wächst.

Wie lange zum Beispiel werden Sechser-Packs mit Mineralwasser- oder Saftflaschen noch in Plastikfolie eingepackt? KHS bietet dafür beispielsweise eine Lösung, bei der die Flaschen nur noch mit Klebepunkten zusammengehalten werden. Die sei ökologisch vorteilhaft und reduziere den Verpackungsmüll.

Neue Fertigungshalle auf dem Gelände

Wesentliche Bestandteile der Modernisierung in Wambel waren jetzt der Ausbau der Produktionsfläche sowie die Erneuerung des Maschinenparks. KHS errichtete auf dem Werksgelände an der Juchostraße eine komplett neue Fertigungshalle.

Auf einer Fläche von 4300 Quadratmetern schuf der Systemanbieter damit die Voraussetzungen, die relevante Technik für den Behälter- und Gebindetransport zusammenzuführen und die Auftragsabwicklung effizienter zu gestalten.

Darüber hinaus modernisierte KHS eines der ältesten Produktionsgebäude auf dem Firmengelände. Mit einem Investitionsvolumen von sechs Millionen Euro allein dafür erneuerte das Unternehmen nicht nur den Hallenboden und das Dach.

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Auch die darin untergebrachte Blechfertigung optimierte der Anlagenbauer mit neuer Technik, darunter ein schnellerer und energieeffizienterer Faserlaser, eine Stanz-Laser-Kombimaschine sowie ein größeres, vollständig automatisiertes Blechlager.

Für die Kunden aus der Getränkeindustrie ergeben sich zahlreiche Vorteile. „Die Anforderungen werden komplexer. Ähnlich wie man heute ein neues Auto konfiguriert, können wir unsere Abfüll- und Verpackungsanlagen genau für die Bedürfnisse des Kunden gestalten“, sagt Konrad.

„Der großen Individualität für den Kunden stehen clever zusammengestellte, standardisierte Produktbaukästen gegenüber, aus denen die Anlagen automatisiert konstruiert und gebaut werden.“ Produktionsabläufe wurden im Zuge zahlreicher Optimierungsmaßnahmen nochmals erheblich vereinfacht.

1200 Mitarbeiter in Dortmund

Von der umfassenden Modernisierung profitieren demnach vor Ort auch die Mitarbeiter. KHS erneuerte sowohl die Betriebskantine als auch verschiedene Bürokomplexe inklusive der Arbeitsplätze in unterschiedlichen Unternehmensbereichen.

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Mit rund 1200 Mitarbeitern produziert das Unternehmen in Dortmund unter anderem Maschinen zur Etikettierung, Pasteurisierung und Reinigung von Flaschen sowie die Technik für den Transport von Behältern in der industriellen Getränkeproduktion.

Für KHS bedeute die Modernisierung ein Bekenntnis zum Werk an der Juchostraße, sagt Joachim Konrad: „Der Standort Dortmund ist für die KHS Gruppe auch aufgrund seiner Stellung als weltweite Unternehmenszentrale von hoher Bedeutung. Mit unseren Investitionen machen wir ihn zukunftsfähig. Das ist ein starkes Signal an die regionale Wirtschaft.“

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