Kinder- und Jugendpsychiatrie in Dortmund: 40 Jahre Elisabeth-Klinik

mlzLWL-Klinik

Wenn der Kopf krank wird, beginnen die Probleme. Streß, Prüfungsangst, seelischer Druck in der Familie. Schon Kinder und Jugendliche leiden an psychischen Erkrankungen.

Aplerbeck

, 21.12.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was tun, wenn das eigene Kind sein Verhalten ändert, sich zurückzieht oder auffällig wird? Nicht immer liegt eine psychische Erkrankung vor.

Aber was ist, wenn doch? Eltern sind dann oft überfordert, helfen können aber Spezialisten. Beispielsweise in der Elisabeth-Klinik an der Marsbruchstraße.

2019 wurde die Klinik, die 2002 an der Marsbruchstraße entstanden ist, von der LWL (Landesverband Westfalen Lippe) übernommen, eine neue Tagesklinik ist gerade im Bau und wird vermutlich Anfang 2021 bezugsfertig sein. Zum 41. Geburtstag der Einrichtung.

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Begonnen hat alles 1979. An der Schwerter Straße in direkter Nachbarschaft des Waldstadions, in dem der ASC09 Dortmund dem runden Leder hinterherjagt. Villa Elisabeth hieß die Einrichtung damals, die in einem gelben Gebäude untergebracht war. Heute wird es als Wohnhaus genutzt. An der Marsbruchstraße ging es in einem Neubau weiter, jetzt wird erweitert.

Eine neue Tagesklinik soll 2021 fertig sein

Wie können Eltern für ihr erkranktes Kind einen Platz bekommen? Da gibt es mehrere Möglichkeiten, sagt Chefärztin Dorothea Rahmann. „Kinderarzt, eine Beratungsstelle oder eben ein niedergelassener Therapeut, das sind so die ersten Anlaufstellen.“

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In der Elisabeth-Klinik sind die Kinder und Jugendlichen im Durchschnitt vier Wochen. 35 Stationäre Plätze gibt es dazu in Aplerbeck, dazu kommt dann noch die Tagesklinik. „Da sind aber Fälle dabei, die nur wenige Tage bleiben, aber auch welche, die über Monate dauern“, so Rahmann.

Für die Patienten, die länger bleiben, muss auch eine Schule angeboten werden. An der Marsbruchstraße ist das die Frida-Kahlo-Schule. Unter anderem findet dort der Unterricht statt.

Einzel- oder Doppelzimmer

Auf der Akutstation gibt es Einzelzimmer, auf der „normalen“ Station Doppelzimmer. Gearbeitet wird aber nicht nur mit dem jungen Patienten, sondern auch mit der Familie. Ganzheitlichkeit steht im Vordergrund. Daher wäre auch eine ambulante Arbeit in den jeweiligen Familien und in der gewohnten Umgebung eine Option, die aber aufgrund der hohen Kosten nicht infrage kommt.

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Die Krankheitsbilder bei den Kindern und Jugendlichen sind vielschichtig: Depression, Schizophrenie und auch Spielsucht werden heute in der Elisabeth-Klinik behandelt. Rund 120 Mitarbeiter kümmern sich um die Patienten. „Viele aber in Teilzeit“, sagt Dorothea Rahmann.

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