Kinderwagen wie Kinderbusse: Facebook-Post zum Lichterweihnachtsmarkt sorgt für Diskussion

mlzMittelalterlich Phantasie Spectaculum

Ein Facebook-Post zum Lichterweihnachtsmarkt im Fredenbaumpark auf der Seite des Veranstalters löst Diskussionen aus. Der Grund: Kritik an der zunehmenden Größe von Kinderwagen.

Dortmund

, 28.12.2019, 12:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Beitrag bei Facebook von“"Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS)", dem Veranstalter des Lichterweihnachtsmarktes im Fredenbaumpark, sorgt für Diskussionen. In diesem Posting von Freitag (27.12.) wird die zunehmende Größe von Kinderwagen auf dem Veranstaltungsgelände kritisiert.

„Sind das denn noch Kinderwagen oder eher Kinderbusse und Materialtransporter?", heißt es da. Zwar freue man sich über alle Gäste des Phantastischen Lichter Weihnachtsmarktes (PLWM) und man habe auch extrem viel Platz. Doch irgendwann sorge die „Armada von Kinderwagen, Kinderbussen und Kinderwagenmannschafts- und Materialtransportern auch auf unserem großen PLWM Gelände für volle Wege und Engpässe".

Posting wird eifrig kommentiert

Angefügt findet man verschiedene Bilder von Kinderwagen und Bollerwagen auf dem Lichterweihnachtsmarkt. Das Posting wird von der Facebook-Gemeinde eifrig diskutiert. Über 750 Kommentare hat der Beitrag des Veranstalters bereits bekommen (Stand: 28.12. um 11.50 Uhr).

Dabei gehen die Meinungen zu dem Thema auseinander. Eine Facebook-Userin schreibt beispielsweise, dass sie, selbst vierfache Mutter, diese riesigen Bollerwagen und Co. auch echt schlimm finden würde. „Ich wundere mich auch immer, warum man immer den halben Hausrat mitnehmen muss", heißt es weiter.

Eine weitere Mutter ist ähnlicher Meinung und erzählt, dass „sie die Dinger auch manchmal übertrieben" findet. Eine dritte Userin schreibt vom „SUV der Mütter für Wege zu Fuß."

Gegenwind durch viele Nutzer

Doch es gibt von vielen Usern auch deutlichen Gegenwind. Eine Mutter schreibt beispielsweise: „Sorry aber ich als zweifache Mama finde es richtig traurig und schade das du sowas überhaupt so ansprichst. Wenn man zwei kleine Kinder hat ist es unumgänglich mit Bollerwagen, doppel Kinderwagen oder dem croozer irgendwohin zu trudeln." (Anm. der Redaktion: „du" steht für „Gisi", den Verfasser des Postings)

Eine weitere Facebook-Nutzerin schreibt, dass solche Veranstaltungen ohne Bollerwagen nicht machbar seien. Die weiten Strecken auf dem Gelände und die Wege von den Parkplätzen würden die Kinder zu Fuß einfach nicht schaffen.

Eine dritte Userin merkt an, dass sie ihren Sohn nicht im Rollstuhl über das Weihnachtsmarkt-Gelände bekommen würde, weshalb sie einen Bollerwagen nehme. „Aber gut, wenn wir Ach so schlimm sind, dann eben kein MPS mehr."

Veranstalter hat bereits reagiert

Knapp drei Stunden nach dem ersten Posting hat sich der Veranstalter dann erneut zu Wort gemeldet. „Kinderwagen sind MEGA" sind die einleitenden Worte vom zweiten Beitrag von „Gisi". Richtig warme Worte hat der Veranstalter dann für die „Facebook-Nörgler" aber nicht übrig.

„Man merkt es deutlich, die Weihnachtsruhe ist vorbei. Die Menschen drehen wieder durch und agieren hier im Internet wie tollwütige Füchse", schreibt Gisi. Anschließend erklärt er, dass er mit keinem Wort Kritik an Kindern oder Kinderwagen geübt habe. Er habe lediglich erklärt, dass die riesigen Flächen des Lichterweihnachtsmarktes auch durch die vielen Kinderwagen und Bollerwagen irgendwann sehr voll seien.

Gisi versucht aufzulockern

Ein bisschen aufzulockern versucht Gisi das Ganze dann doch. „Ich bin zwar Der Drache Daselbst, aber ich fresse Eure Kinder NICHT." Anschließend bittet er die Facebook-Gemeinde dann noch um eines: „Kommt mal alle wieder runter hier!"

Richtig für Ruhe sorgt dieser zweite Beitrag aber nicht, die Meinungen gehen auch unter diesem auseinander. Während viele Nutzer weiterhin Verständnis für die Kritik an den großen Kinderwagen haben, finden andere, dass er sich „nach diesem Post nicht über den shitstorm wundern muss." Über 147.000 Personen gefällt die Facebook-Seite „Mittelalterlich Phantasie Spectaculum" des Veranstalters.

Hinweis der Redaktion: Die Fehler in den Kommentaren befinden sich in den Originalkommentaren auf Facebook. Es wurden im Sinne der Authentizität keine Korrekturen vorgenommen.

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