Kita in Lütgendortmund brennt - so geht es jetzt für die Kinder weiter

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50 Rettungskräfte haben am Montagmorgen einen Brand in einer Kita in Lütgendortmund gelöscht. Der Brand hat folgenschwere Konsequenzen.

Lütgendortmund

, 23.09.2019, 11:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Durch ein Feuer am frühen Montagmorgen (23.9.) ist die evangelische Jona-Kita an der Keplerstraße in Lütgendortmund so schwer beschädigt worden, dass sie bis auf Weiteres nicht genutzt werden kann.

Als die erste Erzieherin am Montag gegen 6.45 Uhr zur Arbeit kam, wurde sie vom Piepen des Rauchmelders begrüßt. Die Mitarbeiterin alarmierte sofort die Feuerwehr über den Notruf 112. Als die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle ankamen, zogen bereits dicke Rauchschwaden aus dem Gebäude über die Straße.

Das eingeschossige Gebäude, in dem normalerweise drei Gruppen mit insgesamt rund 60 Kindern beherbergt werden, war total verraucht, wie die Feuerwehr mitteilt. „Wir dürfen erst am Dienstag rein“, sagt Pfarrerin Bettina Wirsching, „aber es könnte alles viel schlimmer sein.“ Da die Einrichtung zum Zeitpunkt des Brandes noch nicht geöffnet war, wurde niemand verletzt.

Kita in Lütgendortmund brennt - so geht es jetzt für die Kinder weiter

Etliche Einrichtungsgegenstände und Spielgeräte sind verbrannt. Teile der Kita an der Keplerstraße sind nach dem Brand am Montagmorgen abgesperrt. © Beate Doennewald

Mit drei Trupps gingen die Feuerwehrleute unter Atemschutz mit je einem Strahlrohr durch den Haupt- und einen Nebeneingang in die Einrichtung. Das Feuer konnte in einem Lagerraum für Spielzeug lokalisiert und schnell gelöscht werden. „Die Lüftungsarbeiten gestalteten sich aber sehr schwierig, da der Kindergarten über elektrische Rollos verfügt und die meisten geschlossen waren“, teilt die Feuerwehr am Montagmorgen mit.

Da der Strom aufgrund des Feuers ausgefallen war, mussten die Rettungskräfte die elektrische Anlage erst wieder in Betrieb nehmen, um die Rollos und die dahinter liegenden Fenster zum Lüften öffnen zu können.

Brandrauch und Ruß haben sich im ganzen Gebäude verteilt, daher sind die Räumlichkeiten bis auf Weiteres nicht nutzbar. Tatsächlich gebrannt habe es aber nur in dem einen Raum, berichtet die Pfarrerin. Die Feuerwehr war mit 50 Einsatzkräften vor Ort aktiv. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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Übergangsregelung für Kinder bereits in Planung

Doch wie geht es nun für die betroffenen Familien weiter? Pfarrerin Wirsching beruhigt die Eltern bereits: „Wir kriegen das alles geregelt.“ Im Laufe der Woche könne das Kita-Team mit allen knapp 60 Kindern als Übergangsregelung in das evangelische Jugendheim direkt nebenan ziehen.

„Dann können die Kinder sogar den gewohnten Außenbereich nutzen“, so Wirsching. Vorher müssten dafür nur kleinere Anschaffungen getätigt werden. Aktuelle Informationen dazu, wann genau die Alternative nutzbar ist, werden auf der Internetseite der Gemeinde mitgeteilt.

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