Kita- und Schulweg ohne Beleuchtung ist schon seit fast zehn Jahren ein Streitpunkt

mlzKita- und Schulweg

Der Weg zwischen zwei Dortmunder Neubau-Siedlungen ist vor allem für Kinder wichtig. Trotzdem ist er nicht beleuchtet. Jetzt soll der Weg erneut geprüft werden.

Jungferntal-Rahm

, 07.03.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vom Trampelpfad zum Kita- und Schulweg: Ursprünglich war der Weg nur ein schmaler Pfad, dann wurde er breiter, mit einer wassergebundenen Wegdecke ausgestattet und so befestigt. Ein Schild zeichnet ihn als Fuß- und Radweg aus. Aber eine Sache fehlt, wenn es nach den Anwohnern geht: die Beleuchtung.

Denn der Weg nahe dem Rahmer Wald sei gerade in den frühen Morgen- und späten Abendstunden düster. Kinder, die zur Jungferntal-Grundschule oder zum Astrid-Lindgren Kindergarten gehen, fühlen sich unsicher.

Der Verbindungsweg zwischen der Boschstraße und der Straße „Zum Kniepacker“ beschäftigte die Lokalpolitiker bereits 2011. Damals listete die Stadt Dortmund in ihrer Antwort an die Huckarder Bezirksvertretung vor allem Probleme auf.

Der Weg müsste gewidmet werden

Die größte Schwierigkeit: Der Weg ist nicht gewidmet. Erst mit einer Widmung gilt er als offizielle Verbindung zwischen Boschstraße und Zum Kniepacker und könnte somit beleuchtet werden.

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Dazu müsste er allerdings ausgebaut und besser an die Straßen angeschlossen werden, was die Stadt (Stand Juni 2011) mit Kosten von circa 45.000 Euro bezifferte. „Die Installation einer sparsamen Beleuchtung mit drei Leuchtstellen würde rund 17.000 Euro kosten“, schrieb der damalige Stadtrat Martin Lürwer.

Die Anwohner der Neubausiedlung „Rahmer Wald“ wünschen sich eine Beleuchtung des Weges zwischen Boschstraße und der Straße „Zum Kniepacker“.

Die Anwohner der Neubausiedlung „Rahmer Wald“ wünschen sich eine Beleuchtung des Weges zwischen Boschstraße und der Straße „Zum Kniepacker“. © (A) Stephan Schütze

Aus seiner Sicht zu hohe Kosten für einen Weg über die Wiese zwischen dem Neubaugebiet „Rahmer Wald“ und der Siedlung rund um den Kniepacker. Schließlich bestehe die Gefahr, dass die Anwohner des Neubaugebietes, das es damals noch nicht gab, zusätzlich einen Trampelpfad schaffen.

„Dann würde womöglich auch für diesen Weg eine Beleuchtung gewünscht“, schrieb Martin Lürwer. „Insofern empfehle ich dringend, von der Umsetzung dieser Beleuchtungsmaßnahme zur Zeit abzusehen.“

Weg könnte Stadtbahn-Ausbau stören

Inzwischen sind fast zehn Jahre vergangen, das Neubaugebiet steht und zumindest derzeit ist kein weiterer Trampelpfad in Sicht. „Alle Nachbarn, vor allem die mit Kindern, wünschen sich eine Beleuchtung für den vorhandenen Weg“, sagt Julian Mika als Sprecher der Anwohner des Neubaugebietes „Rahmer Wald“.

Die CDU-Fraktion hatte sich des Themas schon einmal in Verbindung mit anderen Problemstellen im Stadtbezirk angenommen, wurde allerdings zunächst ausgebremst. Die Bezirksvertretung entschied, die Angsträume gemeinsam aufzulisten und dann neu zu beantragen.

Jetzt schaltet sich die SPD-Fraktion ein. „Wir möchten, dass die Verwaltung den aktuellen Stand prüft und analysiert, ob eine Beleuchtung möglich ist“, sagt der Fraktionsvorsitzende Stefan Keller.

Eine Anfrage dieser Redaktion an die Stadt läuft seit Ende Februar.

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