Notbetreuung ade - jetzt dürfen alle Kinder wieder in Legdens Kindertagesstätten kommen. © picture alliance/dpa
Corona-Appell endet

Kitas in Dortmund deutlich voller als in den vergangenen Wochen

Wie voll wird es in den Kindergärten in Dortmund, wenn es keinen Appell mehr gibt, die Kleinen zuhause zu lassen? Am Montag sind deutlich mehr Kinder gekommen. Einige Eltern sagten auch warum.

Immerhin war das Wetter gut. Anders als in den Wochen voller Schnee, Eis, Regen und Wind konnten die Erzieher in vielen Dortmunder Kitas wieder mit den Kindern nach draußen gehen.

Das bot sich am Montag nicht nur vom Wetter her an – sondern auch, weil es in den Kitas deutlich voller war als in den vergangenen Wochen.

Fabido-Kitas: Zwei Drittel der Kinder wieder da

Zum Montag (22.2.) lief der Corona-bedingte Appell des Landes NRW an die Eltern aus, sie mögen die Kinder doch bitte zuhause betreuen, wenn dies möglich sei. Die Folge ließ sich schon am ersten Tag an den Zahlen ablesen.

Waren in den vergangenen Wochen nur 30 bis 40 Prozent der Mädchen und Jungen in den Einrichtungen, waren beim städtischen Kita-Träger Fabido zu Beginn dieser Woche etwa 5000 von 7500 Kindern da: rund zwei Drittel aller Mädchen und Jungen, doppelt so viele wie während des Appells.

Evangelische Kitas: „Verdoppelung der Zahlen“

Noch stärker waren die Auslastungen bei den evangelischen Kitas: 70 Prozent aller Kinder seien wieder zurück. „Es ist eine Verdoppelung der Zahlen“, analysierte Jochen Schade-Homann, der beim Evangelischen Kirchenkreis für die Kindertagesstätten zuständig ist.

In einigen Kitas sei die Auslastung noch höher, erklärte Schade-Homann, als er sich durch das Dokument mit den gemeldeten Zahlen klickte. Mitunter sogar bei 90 Prozent.

„Wir gehen davon aus, dass die Zahlen nochmal steigen“

„Das ist das, was wir erwartet haben“, sagte Schade-Homann: „Und wir gehen davon aus, dass ab morgen die Zahlen nochmal steigen.“

Sogar in die Nähe der 100 Prozent? Nun ja, so Schade-Homann: Rund fünf Prozent könne man generell abziehen, so groß sei der durchschnittliche Prozentsatz der Kinder, die krank seien. Generell, nicht nur Corona-bedingt.

Interessant sei es zu beobachten, wie sich die Eltern entscheiden in den nächsten Wochen: Bringen sie die Kinder in die Kita oder nicht?

Große in der Grundschule, Kleine in der Kita?

So habe man gemerkt, dass es große Unterschiede gebe. Schade-Homann nennt das Beispiel von Familien, in denen es Kita- und Grundschul-Kinder gebe. Manche Eltern würden die Kleinen gezielt an den Tagen in den Kindergarten bringen, an denen die etwas Größeren in den Präsenzunterricht gingen.

Andere würden genau andersherum verfahren: also dafür sorgen, dass nicht alle Kindern zuhause seien und sich stören.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
Zur Autorenseite
Björn Althoff

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.