Klage gegen Tunnelausfahrt

B1-Tunnel

DORTMUND Mehrere Anwohner der Hugo-Pork-Straße in der Gartenstadt werden gegen den Planfeststellungsbeschluss für den B1-Tunnel klagen. Sie protestieren gegen die geplante Tunnelausfahrt an der neuen Semerteichstraße.

von Von Oliver Volmerich

, 17.03.2008, 17:48 Uhr / Lesedauer: 1 min

Schon im Anhörungsverfahren hatten die Anwohner mit Hilfe des Berliner Fachanwalts Dr. Karsten Sommer ihre Bedenken geltend gemacht und auf eine Änderung der Pläne gehofft. Vergeblich. Nach dem Planfeststellungsbeschluss von Januar soll es bei der Tunnelausfahrt bleiben, die teilweise bis in den Garten einer Familie an der Hugo-Pork-Straße reicht.

 

 

„Es ist erschreckend, in welchem Umfang die Planfeststellungsbehörde Probleme übergangen hat“, erklärte Sommer auf RN-Anfrage. Das gilt allen voran für die Inanspruchnahme von Privatgrundstücken an der geplanten Tunnelausfahrt. „Das habe ich so noch nicht erlebt“, wundert sich der Anwalt.

Gegen den Planfeststellungsbeschluss soll deshalb gleich auf doppeltem Wege vorgegangen werden: Mit einem Eilantrag, der mögliche Bauarbeiten im Bereich Semerteichstraße verhindern soll, und einer Normenkontrollklage gegen den Planfeststellungsbeschluss. Denn die Entscheidung in der Hauptsache dürfte mehrere Jahre dauern. Wobei sich die Klage nicht gegen den Tunnel generell, sondern nur gegen die Ausfahrt an der Semerteichstraße richtet, betont Sommer.

Bis Mitte April – einen Monat nach Ende der Auslegungsfrist am 13. März – müssen mögliche Klagen beim Oberverwaltungsgericht in Münster eingereicht sein.

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