Klare Ansage der Stadt: „Die IGA 2027 kommt auch nach Mengede“

mlzEmscher nordwärts

Mengeder Politiker sorgten sich, der Stadtbezirk bleibe bei der Internationalen Gartenausstellung 2027 außen vor. Nun gibt es einen Vertrag – mit klaren Perspektiven.

Mengede

, 22.01.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Misstrauen saß tief: Als die Mengeder Lokalpolitiker im Oktober ihr Plazet zu den Planungen „Emscher nordwärts“ geben sollten, versagten sie dieses. Ihre Befürchtung: Die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 endet am Bahnhof Mooskamp. Pläne für das nördlichere Emschertal bleiben außen vor. Klare Perspektiven bringt jetzt ein Kooperartionsvertrag zwischen der Stadt und der Emschergenossenschaft.

Zentraler Bestandtteil ist zwar der Dortmunder Zukunftsgarten. Als zentraler und eintrittspflichtiger IGA-Bereich reicht der vom HSP-Gelände an der Rheinischen Straße im Süden bis zum Nahverkehrsmuseum Bahnhof Mooskamp im Norden.

Der ist aber „nur“ integraler Bestandteil eines ganzen „blau-grünen Bandes“. Damit ist die Emscher zwischen dem Phoenix-See in Hörde und dem Hochwasser-Rückhaltebecken in Mengede gemeint.

„Die IGA kommt auch nach Mengede“

„Der Stadtbezirk Mengede wird über das Emschertal angebunden“, sagt Susanne Linnebach, Leiterin des Amtes für Stadterneuerung, im Gespräch mit der Redaktion. „Die IGA kommt auch nach Mengede.“ Der Kooperationsvertrag sehe vor, dass die Emschergenossenschaft die Fuß- und Radwegeverbindungen entlang der Emscher entwickele, erklärt Susanne Linnebach.

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Der Fluss und die an ihm entlangführenden Wege sollen zu einer bedeutsamen und quartiersübergreifenden Verbindungsachse werden. Dabei sollen Lücken verschwinden und auch etwas abseits liegende Quartiere angeschlossen werden. Susanne Linnebach nennt dabei die IGA-Teil-Projekte „Unsere Gärten“, die unter anderem bis zur Zeche Zollern und zum Fredenbaumpark reichen.

Eine Chance für Dortmund und Mengede

„Die IGA ist eine Chance für Dortmund“, sagt Linnebach. „Im Bereich der Ebene ‚Mein Garten‘ liegt auch eine Chance für den Stadtbezirk Mengede.“ Diese dritte Ebene der Gartenausstellung nimmt nachbarschaftliche Grüninitiativen und Urban-Gardening-Projekte an das blau-grüne IGA-Band. Warum also nicht auch Kleingartenanlagen? Ideen sind gefragt.

Die Planungen für „Emscher nordwärts“ gehen bis zum Hochwasser-Rückhaltebecken Mengede an der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel.

Die Planungen für „Emscher nordwärts“ gehen bis zum Hochwasser-Rückhaltebecken Mengede an der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel. © Stephan Schuetze

„Da muss man mitmachen!“, wirbt Susanne Linnebach. „Die Menschen zu motivieren und bei der Stange zu halten, sehe ich als Herausforderung.“ Im Büro der Amtsleiterin hängen Karten: vom „Zukunftsgarten“, dem Kernbereich der IGA, und vom gesamten „Emscher nordwärts“-Gebiet bis zur Stadtgrenze.

Sieben Jahre Zeit für grüne Projekte

Letztere zeigt quasi ein blau-grünes Band: vom Hochwasser-Rückhaltebecken Ellinghausen über Gut Königsmühle und den Mengeder Volksgarten bis zum Hochwasser-Rückhaltebecken Mengede an der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel.

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Sieben Jahre verbleiben bis zur Eröffnung der IGA: wenig Zeit für Projekte, die etwa ein Planfestellungsverfahren erfordern – genügend Zeit, um grüne Projekte in Mengede zu initiieren.

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