Klima-Demo auf dem Südwall mit weitaus weniger Teilnehmern als geplant

mlzFridays For Future

Aufwendiges Hygiene-Konzept, mehrstündige Sperrung des Walls und dann? Regen und weitaus weniger Demonstrierende als geplant. Trotzdem: Fridays For Future sind zufrieden mit ihrer Klima-Demo.

Dortmund

, 04.09.2020, 20:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die erste große Fridays For Future Demo seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat am Freitag (4.9.) stattgefunden. Ein im Vorfeld aufwendig ausgearbeitetes Hygiene-Konzept sollte dafür sorgen, dass die Teilnehmer trotz der vorherrschenden Corona-Schutzmaßnahmen sicher für den Klimaschutz demonstrieren können.

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Der einzige Platz, der für die 1500 angemeldeten Teilnehmer groß genug war, war laut Polizei der Südwall. Deswegen sollte er für 13 Stunden gesperrt werden.

Am Freitagmorgen ab 9 Uhr wurde er weiträumig zwischen Ruhrallee und Hohe Straße gesperrt, ab 10.30 Uhr begannen die Klimaschützer bereits mit dem Aufbau der Bühne und den Sicherheitsbereichen für die Teilnehmer. Angekündigt war eine Sperrung bis 22 Uhr.

Zeitweise Stau auf dem halben Wall

Mit Beginn der Sperrung begann auch das Verkehrschaos in der Stadt. Besonders weit staute sich der Verkehr auf dem Ostwall. Hier standen die Autos vor allem am Vormittag bis hoch zur Kaiserstraße.

Trotz Regen blieben viele der Demonstrierenden bis zum Veranstaltungsende um 17 Uhr auf dem Südwall.

Trotz Regen blieben viele der Demonstrierenden bis zum Veranstaltungsende um 17 Uhr auf dem Südwall. © Schaper

Laut Polizeischätzungen haben nur circa 250 Demonstrierende, statt der angekündigten 1500, an der Veranstaltung teilgenommen. Die Veranstalter selbst gehen von ungefähr 600 Teilnehmern aus. Klar ist: Es waren weitaus weniger Klima-Demonstranten da, als vorerst angenommen. Und dabei wäre sogar noch Kapazität für mehr als 1500 dagewesen.

Demonstration unter Corona-Bedingungen

Ein ausgefeiltes Hygiene-Konzept hat die Menschen in Blöcke aufteilt. Pro Block konnten 500 Menschen mit 1,5 Metern Sicherheitsabstand zueinander Platz finden. Wer den Block betrat, bekam einen Chip. Somit kann die Obergrenze schnell ermittelt werden.

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Während der Demo selbst ab 15 Uhr war der erste Block (von dreien) und die Hälfte des zweiten voll. Die Veranstalter sehen zwei Gründe für die „maue“ Teilnahme: Corona und das regnerische Wetter.

„Heute war unsere erste größere Veranstaltung seit Corona. Viele Faktoren konnten wir deswegen noch nicht einschätzen“, sagt Lena Kah, Sprecherin der Dortmunder Fridays For Future Ortsgruppe.

FFF-Veranstaltung im Vorfeld der Kommunalwahl

Das Programm der Fridays For Future Demo war, im Gegensatz zum Hygiene-Konzept, relativ simpel: Zwei Bands sorgten für die musikalische Unterhaltung, dazwischen wurden Reden von Fridays- und Parents For Future gehalten. Die Teilnehmer standen derweil im Nieselregen vor der Bühne und klatschten.

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So war die Fridays-For-Future-Demo auf dem Südwall

Rund 1500 Teilnehmer wurden erwartet, am Ende wurden es deutlich weniger: Die angemeldete Fridays-For-Future-Demo am Freitag sorgte für eine lange Sperrung des Südwalls. Nach Schätzungen der Polizei kamen rund 250 Demonstranten.
04.09.2020
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Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Schaper
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Anne Schiebener
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Anne Schiebener
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Anne Schiebener
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Anne Schiebener
Für die angemeldete Fridays-For-Future-Demo ist am Freitag der Südwall in Dortmund für viele Stunden gesperrt worden.© Anne Schiebener

In den Reden ging es vor allem um ein Thema: Die anstehende Kommunalwahl am 13. September. Trotzdem machten die Moderatoren zu Beginn klar: „Dies wird keine Wahlveranstaltung.“ Denn keine der sich aufstellenden Parteien würde den Klimawandel ernst genug nehmen.

Das solle die Demonstrierenden jedoch nicht von der Wahl selbst abhalten. Denn es sei wichtig, wählen zu gehen, um in Zukunft etwas an der Klimagerechtigkeit zu ändern.

Veranstalter zufrieden nach der Klima-Demo

„Ich hoffe, wir konnten alle Leute – nicht nur die, die heute hier waren, sondern auch die, die wegen der Wall-Sperrung auf uns aufmerksam geworden sind – von unseren Forderungen überzeugen, diese Kommunalwahlen zu Klimawahlen zu machen“, sagt Lena Kah von Fridays For Future.

Ursprünglich sollte die Veranstaltung bis 19 Uhr gehen. Das Programm war jedoch frühzeitig um 17 Uhr beendet. Das bedeutete auch ein deutlich früheres Ende der Wall-Sperrung. Bis 22 Uhr sollte die Straßensperrung ursprünglich gehen, doch bereits ab etwa 20.30 Uhr konnten Autos den Südwall wieder befahren.

Für die nächste Fridays For Future Demo wollen die Veranstalter mehr Interaktion mit den Teilnehmern schaffen. „Heute konnten die Leute nur stehen und zuschauen“, sagt Kah. „Trotzdem sind wir sehr zufrieden damit, wie es gelaufen ist.“

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