Klinikum-Bau verzögert sich

DORTMUND Noch lässt die von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann heute verkündete Umstellung der Krankenhausfinanzierung im Detail viele Fragen offen, doch eines ist jetzt schon sicher: Für den Bau seines dringend benötigten Diagnose- und Therapiezentrums wird das Klinikum Dortmund in diesem Jahr keinen Förder-Cent sehen.

von Von Gaby Kolle

, 09.08.2007, 19:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wirtschaftlich schwer angeschlagen: das Klinikum.

Wirtschaftlich schwer angeschlagen: das Klinikum.

Das bedeutet, dass der Bau des insgesamt 65 Mio. € teuren Zentrums, das dem angeschlagenen Klinikum  helfen soll, 4,5 Mio. € jährlich einzusparen, sich weiter verzögern wird. Die Geschäftsführung des Klinikums traf die Nachricht aus Düsseldorf überraschend, zumal Frank Hengstenberg, Chef der CDU-Ratsfraktion, erst vor wenigen Tagen noch verkündet hatte, sein Parteifreund Laumann habe 20 Mio. € Fördermittel für Herbst dieses Jahres in Aussicht gestellt.

Jetzt muss das Klinikum einen Plan B erarbeiten. Das wird umso schwerer, weil das zweitgrößte kommunale Krankenhaus Deutschlands damit rechnen muss, dass sein Eigenkapital (30 Mio. €) bis Mitte 2008 unter die Hälfte zusammengeschmolzen sein wird. Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer und die CDU-Fraktion sitzen deshalb der Klinikum-Geschäftsführung mit der Forderung nach einem Notlagentarifvertrag im Nacken. Ohne den ist die CDU nicht bereit, einer Eigenkapital-Aufstockung  durch die Stadt als alleinige Gesellschafterin zuzustimmen.  In dem Fall droht der Finanzkollaps.

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