Knapp bei Kasse: Mehr Verbraucherinsolvenzen in 2009

DORTMUND Die Kluft zwischen Arm und Reich wird nach Angaben von Creditreform immer größer. Während im Dortmunder Süden lediglich jeder 15. Haushalt ein Zahlungsproblem hat, ist in der Nordstadt bereits jeder Vierte pleite.

von Von Achim Roggendorf

, 07.03.2009, 06:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Für 2009 erwartet Irmer nun wieder einen Sprung der Privatinsolvenzen. Der Einzelhandel wird das nicht gerne lesen, bedeutet das doch für die Kaufkraft in Dortmund nichts Gutes. Ursache, so Irmer, sei die zu erwartende Verringerung des Einkommens durch Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit. In einer solchen Situation führten vorübergehende Liquiditätsengpässe und Ratenkredite in eine finanzielle Schieflage. Gleichzeitig werde es schwieriger, bei den Banken neue Kredite zu bekommen.

Immer häufiger betroffen sind auch Jugendliche, die den Verlockungen nach neuer Bekleidung, Handys und Freizeitvergnügen nicht widerstehen können. Sie stünden in der Kreide – zunächst bei Freunden und Verwandten, dann bei den Banken. Kleiner Trost: Im Alter, so Irmer, nehme die Gefahr deutlich ab. Die Leute seien einfach erfahrener im Umgang mit Geld und hätten außerdem mehr Zeit, Ersparnisse anzulegen. Außerdem seien in der Regel die Kinder bereits aus dem Haus.

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