Kneipen und Diskos müssen um fünf Uhr dicht machen

Sperrstunde

DORTMUND Feiern bis in die Puppen – das war einmal. Seit rund acht Wochen kontrolliert das Ordnungsamt die Sperrstundenregelung strenger. Kneipen und Diskotheken müssen spätestens um fünf Uhr ihre Gäste rausschmeißen.

von Von Daniel Müller

, 13.10.2009, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Szene-Viertel Hansastraße/Brückstraße.

Szene-Viertel Hansastraße/Brückstraße.

Bei den Betreiber der ansässigen Kneipen und Diskotheken stößt die Regelung auf große Unverständnis: „Dadurch wird es bestimmt nicht ruhiger. Ganz im Gegenteil. Um fünf Uhr sammeln sich die Nachtschwärmer vor der Tür. Gruppendynamik und Alkohol sind dann häufig der Grund für Schlägereien“, sagt Markus Liptow, Geschäftsführer der Diskothek „B6“. Das benachbarte „Nightrooms“ war zu einer Stellungnahme nicht bereit. Anscheinend möchte man es sich mit den Ordnungshütern nicht noch mehr verscherzen. „Bei Nichtbeachtung der Sperrstunde drohen empfindliche Geldstrafen“, sagt Ortwin Schäfer. Beim „domicil“ auf der Hansastraße sieht man die neuen Richtlinien ganz entspannt. „Das Café schließt generell um drei Uhr. Auch Konzerte und Disko-Abende gehen selten länger. Wir haben bisher keine Probleme gehabt“, sagt Mark Scholz, Produktionsleiter „domicil“.

Eine Hintertür lässt Schäfer den Betreibern offen: „Sollte sich die Lage in den Problembereichen entspannen, dann sind wir bereit dazu, die Sperrstunde wieder locker zu handhaben“. Viele Nachtschwärmer würde es freuen.  

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