Königswall: Häuserkomplex mit 36 Wohnungen entsteht - Ex-Studieninstitut-Abriss startet

mlzGegenüber des U-Turms

Neuer Blickfang am Königswall: Gegenüber dem U-Turm entstehen drei Gebäude, das höchste wird siebenstöckig. Davor muss das alte Studieninstitut Ruhr verschwinden. Nun begann der Abriss.

Dortmund

, 18.03.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Trümmerfeld begrüßt seit ein paar Tagen die Autofahrer an der Ecke Königswall / Schmiedingstraße. Dort, wo früher das Auditorium des Studieninstituts Ruhr war, stehen nun zwei große Bagger, neben ihnen liegen die Überreste des Anbaus im Matsch, ein Gemisch aus verbogenen Metallstangen und Beton.

So sieht auch die nähere Zukunft des Haupthauses des ehemaligen Studieninstituts aus: Am Montag begannen die Abbrucharbeiten am über 50 Jahre alten fünfstöckigen Zweckbau. Bis Ende Mai wird er abgetragen sein.

Am Montag begannen die Abrissarbeiten am Hauptgebäude des alten Studieninstituts Ruhr am Königswall. Es verschwindet bis Ende Mai.

Am Montag begannen die Abrissarbeiten am Hauptgebäude des alten Studieninstituts Ruhr am Königswall. Es verschwindet bis Ende Mai. © Thomas Thiel

Neuer Gebäudekomplex wird rund 18 Millionen Euro kosten

An der prominenten Stelle mit freiem Blick auf das Dortmunder U baut der Spar- und Bauverein einen neuen Häuserkomplex. Für rund 18 Millionen Euro entstehen drei Gebäude und eine zweigeschossige Tiefgarage mit 60 Stellplätzen.

Die Entwürfe des Essener Architekturbüros KZA versprechen einen Hingucker: Sie nutzen elegant das Gefälle des speziell geschnittenen Grundstücks, das sich an die lang gezogene Kurve des Königswall schmiegt. Im Zentrum des Ensembles mit seinen drei unterschiedlich großen, fünfeckigen Gebäuden wird es einen begrünten Innenhof geben.

Das Gebäudeansemble (hier der Entwurf für das reine Bürohaus in der nördlichen Ecke des Grundstücks) thront auf einer gemeinsamen Tiefgarage.

Das Gebäudeansemble (hier der Entwurf für das reine Bürohaus in der nördlichen Ecke des Grundstücks) thront auf einer gemeinsamen Tiefgarage. © KZA (Entwurf)

Quadratmeterpreis wird etwa bei 10 Euro kalt liegen

Das 2800 Quadratmeter große Grundstück wird gemischt genutzt: Es wird jeweils ein reines Büro- und ein reines Wohngebäude geben. Im siebenstöckigen Hochhaus an der Ecke Wall / Schmiedingstraße ist das Erdgeschoss für Gewerbe vorgesehen, die sechs Stockwerke darüber für Wohnungen.

Insgesamt entstehen in den drei Gebäuden 36 Wohnungen, öffentlich geförderte Sozialwohnungen sind nicht darunter. Die zwischen 60 und 95 Quadratmeter großen Appartements werden laut Spar- und Bauvereinssprecher Björn Malcharczyk an der oberen Grenze der Preisspanne im Angebot der Wohnungsgenossenschaft liegen: Der Quadratmeter wird etwa 10 Euro kalt kosten.

2021 sollen erste Mieter einziehen

Nach dem Abriss des alten Gebäudes wird es wohl noch bis in den Herbst dauern, bevor die neuen Häuser in die Höhe wachsen. Geplantes Bauende ist 2020, Anfang 2021 sollen die ersten Mieter in die neuen Häuser einziehen können.

Auf den Straßenverkehr auf dem Wall soll die Baustelle nur geringe Auswirkungen haben: Eine Sperrung einer Wall-Fahrspur ist nicht geplant, man komme mit dem Bürgersteig aus, so Projektleiter Rolf Becker. Nur ab und an könne es vorkommen, dass ein Lkw zum Schuttabtransport kurzzeitig eine Wall-Spur blockiert.

Der Spar- und Bauverein ist einer der größten Wohnungsanbieter im Großraum Dortmund und Unna. Er bewirtschaftet insgesamt knapp 12.000 Wohnungen. Aktuell baut die Wohnungsgenossenschaft, die mehr als 20.000 Mitglieder zählt, 162 Wohnungen in Dortmund. Das Gebäudeensemble am Königswall ist das größte Projekt.
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