Kontakt über Instagram: Dortmunder soll 13-Jährigen missbraucht haben

mlzProzessauftakt

Vor dem Landgericht hat der Missbrauchsprozess gegen einen 43-jährigen Dortmunder begonnen. Das mutmaßliche Opfer ist erst 13 Jahre alt - und soll nicht das einzige betroffene Kind sein.

Dortmund

, 24.05.2020, 04:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Staatsanwaltschaft wirft einem 43-jährigen Dortmunder vor, spätestens ab Oktober 2013 gezielt im Internet nach minderjährigen Nutzern Ausschau gehalten zu haben.

Über das soziale Netzwerk Instagram soll er schließlich Kontakt zu einem damals 13 Jahre alten Jungen aufgenommen haben. Und dann dauerte es angeblich auch nicht mehr lange, ehe man telefonierte und zu einem realen Treffen verabredete.

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Beim ersten Mal soll der Angeklagte den Schüler mit dem Auto abgeholt haben, um mit ihm zu einem Parkplatz zu fahren. Dort kam es dann laut Anklage zu gegenseitigen sexuellen Handlungen.

Nach einem weiteren Ausflug zu demselben Parkplatz einige Wochen später soll es schließlich auch an der Wohnanschrift des Kindes zu einem sexuell motivierten Treffen gekommen sein.

Aufnahmen zeigen sexuelle Handlungen anderer Kinder

Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass der Junge nicht das einzige Kind war, zu dem Angeklagte Kontakt hatte. Belegt wird dies offenbar durch Aufnahmen, die bei dem Dortmunder sichergestellt worden sein sollen.

Die Videos sollen zeigen, wie der Erwachsene und die Kinder während des Online-Kontaktes sexuelle Handlungen an sich selbst vornehmen. Laut Anklage waren sich die Minderjährigen nicht bewusst, dass der Mann davon Videoaufnahmen anfertigte.

Mit einem Urteil gegen den 43-Jährigen wird frühestens im Juni gerechnet.

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