Trotz Krise: Dortmunderin macht sich mit Kosmetik-Studio selbstständig

mlzWirtschaft in Dortmund

In Zeiten, in denen Geschäftsleute ums Überleben kämpfen, beweist eine Dortmunderin Mut. Sie macht sich mit einem Kosmetik-Studio selbstständig. Der Name ist kein unbekannter.

Sölderholz

, 20.05.2020, 13:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es sollte eine Geschichte werden über die Probleme eines Vermieters, leerstehende Ladenlokale mit Leben zu füllen. In einer Zeit, in der das ganz normale Leben irgendwie nicht möglich ist.

Dann kam Überzeugung in die eigene Stärke hinzu und natürlich auch ein bisschen Glück – und es wird eine Geschichte über eine Selbständigkeit, die während der Corona-Krise beginnt.

Besitzerin wollte sich zur Ruhe setzen und das Studio schließen

Seit etwas über zwei Jahre arbeitet Heike Woeste in dem Kosmetik-Institut an der Lichtendorfer Straße 152. Haut-Typ heißt das Kosmetikstudio in Sölderholz, es existiert seit 14 Jahren, ist eine feste Größe in der Geschäftswelt im Dortmunder Süden.

Bis die Inhaberin, die das Geschäft jahrelang geführt hat, sich zur Ruhe setzen und das Studio schließen wollte. „Für uns schon eine schwierige Situation, denn wie findet man jetzt neue Mieter?“, sagt Britta Krautscheid. Sie ist Mitglied einer Erbengemeinschaft, der unter anderem die Räume des Kosmetik-Institutes gehören.

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„Ich habe dann eine Kündigung bekommen. Da hab ich gedacht, ich falle hinten rüber“, sagt Heike Woeste, zu dieser Zeit Mitarbeiterin in dem Studio. „Ich wollte das eigentlich bis zu meiner Rente machen.“

Und nun? Naja, auch in Corona-Zeiten gibt es anscheinend Menschen, die den Mut haben, den Schritt in Richtung Selbstständigkeit zu wagen.

Ermutigt von den Kunden

„Meine Familie und viele Kunden haben mich dann dazu ermutigt, das Geschäft zu übernehmen“, sagt Woeste. Sie renovierte das Kosmetikstudio und sperrte dann am 11. Mai die Tür wieder auf. Nach dem Lockdown also als ihre eigene Chefin.

Und die Kunden danken es ihr, obwohl das Angebot im Kosmetik-Institut Heike-Woeste erst einmal begrenzt ist. „Im Moment biete ich nur Fußpflege an“, sagt Woeste. Der Rest des Angebotes, also Kosmetik und Maniküre, falle aktuell den Corona-Hygieneregeln zum Opfer. „Zu viel Aufwand“, sagt die neue Chefin.

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Für Vermieterin Britta Krautscheid war die „Staffelübergabe“ an der Lichtendorfer Straße ein Glücksfall. Klar, man müsse den Mietern in der jetzigen Zeit auch entgegenkommen. Aber es sei trotzdem sehr mutig, sich in diesen Zeiten selbständig zu machen. Und das müsse eben auch einmal erwähnt werden.

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