Kralle eines unbekannten Raubsauriers an der B1 entdeckt

Sensationeller Dino-Fund

Bei Arbeiten an der B1 ist die versteinerte Kralle eines bislang unbekannten Raubsaueriers entdeckt worden, das teilte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) jetzt mit. Das Alter der Sichelkralle schätzen Wissenschaftler auf 91 Millionen Jahre. Es soll ein Verwandter des Tyrannosaurus Rex sein.

DORTMUND

von dpa

, 27.10.2011, 11:35 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das ist der LWL
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 13.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, den ein Parlament mit 101 Mitgliedern aus den Kommunen kontrolliert.

Die geborgene Gesteinsplatte stammte aus einer Meeresablagerung der frühen Oberkreidezeit. Damals war ganz Europa ein Inselarchipel, umgeben von einem flachen Meer. Dortmund lag an der Küstenlinie der Rheinischen Insel, die sich über das Sauerland, die Eifel, den Hunsrück und den Taunus erstreckte.Zunächst vermuteten die Experten Überreste eines Krokodils oder Schwimmsauriers - nichts außergewöhnliches. Für sie kristallisierte sich erst später die ganze Bedeutung ihres Fundes heraus. „Es ist der bisher einzige Landsaurier, den wir aus dieser Zeit im Ruhrgebiet entdeckt haben“, kommentierte Dr. Klaus-Peter Lanser, Dino-Experte des LWL, den „sensationellen“ Fund. „Der Kadaver des Tieres lag vermutlich in flachem Wasser in Strandnähe und versteinerte dort.“

Der noch namenlose Raubsaurier, der den sogenannten Theropoden zugeordnet wird, lebte vor rund 90 Millionen Jahren und war von Kopf bis Schwanz gut zehn Meter lang. Bisher sind Teile des Unterarmskeletts, des Schulterblattes, der Rippen und des Fußwurzelknochens präpariert. Auf weitere Knochenfunde an der Großbaustelle hofft Lanser allerdings nicht. An der Stelle ist bereits eine große Brücke erneuert worden. Der präparierte Raubsaurier von der B1 wird am 26. und 27. November auf den Westdeutschen Mineralientagen in der Messe Westfalenhallen Dortmund und ab 2014 in der Dino-Präsentation des LWL-Museums für Naturkunde in Münster zu sehen sein.

Das ist der LWL
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 13.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, den ein Parlament mit 101 Mitgliedern aus den Kommunen kontrolliert.

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