Krankenhaus-Beschäftigte am Donnerstag im Warnstreik

Demo in Dortmund

Die nächste Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst rollt an: Am Donnerstag sind die Beschäftigten der Krankenhäuser bundesweit zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. In Dortmund treffen sich dann Streikende aus der gesamten Region zu einer Demonstration. Und auch in den Kliniken wird der Ausstand Folgen haben.

DORTMUND

, 19.04.2016, 11:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wie bei dieser Streikaktion vor zwei Jahren könnte es auch am Donnerstag wieder vor dem Klinikum an der Beurhausstraße aussehen.

Wie bei dieser Streikaktion vor zwei Jahren könnte es auch am Donnerstag wieder vor dem Klinikum an der Beurhausstraße aussehen.

In Dortmund hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten des Klinikums Dortmund, des Klinikums Westfalens mit dem Knappschaftskrankenhaus in Brackel und dem Krankenhaus in Lütgendortmund sowie der LWL-Kliniken in Aplerbeck zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Mit den betroffenen Häusern soll es Notdienst-Vereinbarungen geben, die die medizinische Versorgung in allen dringenden Fällen sicherstellt, erklärt Verdi-Bezirksgeschäftsführer Michael Bürger. Das heißt aber auch: Wer für Donnerstag bereits einen OP-Termin in den betroffenen Krankenhäusern hat, muss damit rechnen, dass dieser verschoben wird. 

Demo-Zug durch die Innenstadt

Die Streikenden aus dem Ruhrgebiet, Sieger-, Sauer- und Münsterland treffen sich am Donnerstagvormittag ab 10.30 Uhr an der Katharinentreppe gegenüber vom Dortmunder Hauptbahnhof. Von dort ist ein Demonstrationszug über den Wall und über die Johannesstraße zum Klinikum an der Beurhausstraße geplant.

Nach einer Zwischenkundgebung soll es von dort zurück über die Hohe Straße, die Hansastraße und die Kampstraße zur Katharinenstraße gehen. Dort ist eine weitere Kundgebung geplant. Die Gewerkschaft Verdi rechnet mit rund 1000 Teilnehmern. 

Hintergrund des Streiks sind die aktuellen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes. Die Gewerkschaft Verdi fordert 6 Prozent mehr Lohn und Gehalt, die Arbeitgeber haben bislang Mehrzahlungen von 1 Prozent ab Juni 2016 und weiteren 2 Prozent ab Juni 2017 angeboten - ein Angebot, das die Gewerkschafter als "Provokation" empfinden. 

Weitere Warnstreiks absehbar

Bereits vor der letzten Verhandlungsrunde vor zwei Wochen hatte es mehrstündige Warnstreiks bei den Beschäftigten der Verwaltung und in städtischen Kitas gegeben. Die nächste Verhandlungsrunde beginnt am Donnerstag nächster Woche. Nach dem Ausstand der Krankenhaus-Beschäftigten am Donnerstag ist deshalb auch ab Anfang nächster Woche mit weiteren Warnstreik-Aktionen zu rechnen. Davon betroffen sein könnte dann etwa auch die Müllabfuhr oder der öffentliche Nahverkehr. 

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