Krankenhaus-Ausbau: Vier Geschosse enstehen in drei Monaten

mlzKrankenhaus Dortmund-West

Noch ist vom neuen Nordflügel des Krankenhauses Dortmund-West nicht viel zu sehen. Doch die Arbeiten gehen gut voran. Und es gibt auch schon einen Abschlusstermin.

Kirchlinde

, 10.06.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viergeschossig soll der neue Nordflügel des Krankenhauses Dortmund-West in Kirchlinde werden, der auf der Fläche des ehemaligen Krankenhaus-Parkplatzes entsteht. Darunter werden zwei Parkdecks gebaut, auf denen künftig sogar knapp doppelt so viele Parkplätze zur Verfügung stehen werden wie vorher.

Mit 75 Parkplätzen und drei Stationen mit 114 Betten schafft der Nordflügel deutlich mehr Raum für die Patientenbetreuung und Besucher. Die Bauarbeiten am neuen Gebäudetrakt sind Mitte Februar gestartet, kurz bevor die Einschränkungen der Corona-Pandemie Deutschland erreichten.

Die Arbeiten seien dadurch jedoch nicht gravierend beeinflusst worden, so Bauleiter Markus Heickmann. „Die Pandemie hatte nahezu keinen Einfluss darauf“, sagt er. „Besprechungen konnten allerdings nur im sehr kleinen Rahmen unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln, teilweise in Videokonferenzen, stattfinden.“

Bodenplatte kommt in drei Teilen

Auch zu den Patienten kann die nötige Distanz problemlos gewahrt werden. „Es handelt sich um die Errichtung eines neuen Gebäudes ohne bauliche Verbindung mit dem Krankenhaus“, sagt Holger Böhm, Sprecher des Krankenhaus-Trägers, der katholischen St. Lukas-Gesellschaft. „Die Bauarbeiter arbeiten separat und unabhängig von der Patientenversorgung.“

So kommen sie offenbar gut voran, denn der Baufortschritt des Neubaus liegt im Plan. Bereits im Januar 2021 soll der Rohbau stehen, 2022 soll der Nordflügel bezugsfertig sein. Um diese Ziele einhalten zu können, sollen die Erd- und Tiefbauarbeiten noch im Juni abgeschlossen werden.

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„Parallel werden ab Ende Juni 135 Schneckenbohrpfähle (zur Baugrundsicherung, Anm. d. Red.) in den Boden eingebracht, um den tragfähigen Baugrund in circa sechs bis neun Metern Tiefe unterhalb des Planums zu erreichen“, erklärt Markus Heickmann.

Danach werde die etwa 1700 Quadratmeter große und bis zu einem Meter dicke Bodenplatte hergestellt. Wegen ihrer Größe müsse dieser Bauabschnitt durch drei geteilt werden, so der Bauleiter. Ein entsprechender Kran zur Herstellung der Bodenplatte werde Anfang August aufgebaut.

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Pro Geschoss sind drei Wochen Bauzeit nötig

Sobald die Bodenplatte fertig sei, seien pro Geschoss nur circa drei Wochen Bauzeit nötig, erklärt Markus Heickmann. Der barrierefreie Neubau kostet rund 26 Millionen Euro. Während die drei oberen Geschosse des Nordflügels bereits für die Stationen verplant sind, ist das Erdgeschoss noch frei.

Die katholische St. Lukas-Gesellschaft überlegt, die Flächen an Anbieter wie eine Apotheke oder ein Sanitätsgeschäft zu vermieten oder dort eine Cafeteria einzurichten.

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