Künstler am Theater: Wie sie sich schützen, wie sie sich in Form halten

mlzSelbstschutz am Theater

Die Schönen Künste sind oft harte Arbeit und beanspruchen auch den Körper stark. Acht Theaterkünstler erzählen, was sie tun, um sich zu schützen – und was sie lassen.

Dortmund

, 22.02.2019, 19:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

In einer Spielzeit vor etwa vier Jahren, erzählt der Flötist Felix Reimann, habe es deutlich mehr Fahrradunfälle von Orchestermitgliedern gegeben als üblich. Nicht alle blieben ohne Folgen: Eine Musikerin brach sich die Hand und fiel lange aus. Ein Geiger verletzte sich ebenfalls.

In einem Orchester zu spielen ist körperliche Arbeit

Doch nicht nur der Weg zur Arbeit birgt körperliche Risiken. Wie in vielen anderen Berufen auch sind Orchestermusiker einseitigen Belastungen ausgesetzt.

Sie spielen in der Probe und bei Konzerten stundenlang in der immer gleichen Haltung. Je nach Instrument belasten die Musiker regelmäßig und über längere Zeiträume ihre Arme, Schultern oder ihren Rücken.

Jeder Ausfall eines Künstlers kann weitreichende Folgen haben

Auch in den anderen Sparten des Theaters müssen die Künstler auf ihre Körper achten. Und zwar längst nicht nur, um gut auszusehen. Denn jeder Ausfall eines Künstlers – durch Krankheit oder Verletzung – kann weitreichende Folgen haben.

Im besten Fall muss schnell ein Ersatz engagiert werden, wie das in der Oper und am Schauspiel immer mal wieder vorkommt. Im schlimmsten Fall muss die ganze Vorstellung ausfallen, und das betrifft nicht nur die Kolleginnen und Kollegen auf und hinter der Bühne, sondern natürlich das Publikum und dazu die vielen Mitarbeiter in den einzelnen Gewerken, von der Technik über die Kostümabteilung bis zum Servicepersonal.

Deshalb ist es für alle Künstler eine sehr unangenehme Vorstellung, einen Auftritt absagen zu müssen. Umso sorgfältiger versuchen sie, diesen Fall zu vermeiden und die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen.

Acht Beispiele: Wie Künstler sich schützen und fit halten

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