Einige Geschäfte in der Thier-Galerie sind größer als 800 Quadratmeter und dürfen ab Dezember nur noch die Hälfte der Kunden gleichzeitig in den Laden lassen. Sogar für das Einkaufszentrum selbst könnte bald eine Beschränkung des Kundenzugangs gelten. © (A) Schaper
Coronavirus

Kunden-Limit im Weihnachtsgeschäft: Was bedeutet das für die Thier-Galerie?

Die Corona-Beschlüsse zur Reduzierung der Kundenzahl in großen Läden treffen das Weihnachtsgeschäft. Erstmals könnte auch der Zugang zur Thier-Galerie begrenzt werden.

Wird der Weihnachtseinkauf noch eine Freude, wenn man vor vielen Geschäften anstehen muss? Handelsverbände laufen Sturm gegen die von dem Bund-Länder-Treffen verkündeten Beschlüsse zur stärkeren Begrenzung des Kundenzugangs.

Erlaubt sind in Geschäften mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche ab Dezember nur noch die Hälfte der Kunden. Darf sich bisher eine Person pro 10 Quadratmeter in einem Geschäft aufhalten, wird der Zugang im nächsten Monat auf eine Person pro 20 Quadratmeter begrenzt.

In der Thier-Galerie sind von dieser verschärften Regel vier Textilgeschäfte betroffen. Primark, TK Maxx, New Yorker und H&M müssen die Zahl der Kunden, die sich gleichzeitig im Geschäft aufhalten dürfen, stärker begrenzen.

Aufkleber im Abstand von 1,50 Meter

Einschneidende Konsequenzen fürchtet Center-Manager Markus Haas nicht. „Wir müssen mal schauen, wie sich die Kundenfrequenz entwickelt. Bisher ist es nur mal vor Primark an Samstagen zu kurzen Wartezeiten gekommen. Wir haben vor allen großen Geschäften Aufkleber für den Abstand von 1,50 Metern und sind also für Warteschlangen gewappnet“, sagt er.

Zugangskontrollen finden in den meisten Geschäften in der City und auch in vielen Geschäften der Thier-Galerie heute ohnehin schon statt. Es gibt zum Beispiel die begrenzte Ausgabe von Einkaufskörben oder -taschen. Von denen sind dann immer gerade so viele vorhanden, dass sie für die Höchstzahl an zugelassenen Kunden ausreichen. Sind die Körbe vergriffen, darf so lange niemand rein, bis wieder jemand rauskommt.

Markus Haas verweist auf ein während des ganzen Corona-Jahres schon gut funktionierendes Sicherheitskonzept, zu dem auch ein Wachdienst gehöre, der die Einhaltung des Mindestabstands und der Maskenpflicht kontrolliere. „Wir sind also vorbereitet. Und sollte es zu Wartezeiten vor den Geschäften kommen, müssen die Kunden bei uns nicht im Regen stehen“, sagt Markus Haas.

Thier-Galerie: Zugangsbeschränkung wäre neu

Damit hat er allerdings nur recht, wenn die 20-Quadratmeter-Regel nicht für die Thier-Galerie insgesamt gilt. Auf die Verordnung des Landes NRW, die speziell die Bestimmungen für Einkaufszentren formuliert, wartet Markus Haas noch. „Bisher hatten wir noch keine Beschränkung des Kundenzugangs. Das wäre neu“, sagt er.

Gleichwohl bleibt er auch in diesem Punkt gelassen. „Selbst wenn es zu der Beschränkung käme, dürften rund 3000 Menschen gleichzeitig in der Thier-Galerie sein. Im Durchschnitt sind es aber nur 1500 bis 2000 Menschen“, so der Center-Manager.

Lediglich an Samstagen kann der Kundenandrang höher sein und also im Dezember eine Einlass-Begrenzung erfordern. „Wenn sich die Kundenfrequenz so entwickelt, müssten wir reagieren. Aber das kann unser Wachdienst dann leisten“, sagt Markus Haas.

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Redaktion Dortmund
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Peter Wulle

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