Kunst aus Klebezetteln

Post-it-Trend

Der Trend Post-it-war, zu Deutsch Klebezettel-Krieg, ist in Dortmund angekommen. Christina Hummelbeck hat aus ihren schnöden Bürofenstern dank der Klebezettel ein buntes Bild geschaffen, das die Nachbarn der Hamburger Straße 61 zu einer ebenso schicken Antwort aufrufen soll. Und es hat funktioniert.

DORTMUND

von Von Karin von Cieminski

, 13.10.2011, 05:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Außerirdische in Neonfarben grüßen Nachbarn und Autofahrer aus der zweiten Etage der Hamburger Straße 61.

Außerirdische in Neonfarben grüßen Nachbarn und Autofahrer aus der zweiten Etage der Hamburger Straße 61.

Dass für die Aktion etwas Arbeitszeit geopfert wurde, sieht er gelassen: „Wir haben einen kreativen Job, da passt es, auch mal etwas außer der Reihe zu machen. Außerdem gibt es auch Tage mit zehn oder zwölf Stunden Arbeit.“ Etwas Schwierigkeiten beim Bekleben haben die Fensterstreben bereitet, trotzdem war das Team nach gut 15 Minuten fertig. Mit der Aktion wollen die Kollegen zum einen die im Stau stehenden Autofahrer unterhalten. „Zum anderen haben wir auf eine Antwort gehofft. Gegenüber wohnen viele junge Leute.“ Und prompt kam die Reaktion. Die WG von Debora Mühe ist auf das Kunstwerk von gegenüber aufmerksam geworden und hat den bekannten Computerspiel-Vielfraß Pacman an ihr Küchenfenster geklebt.

Weitere Bilder sind geplant, auch von einer zweiten WG im Haus. Auch die Werbeagentur spinnt schon weiter, wie einen Kürbis zu Halloween. „Dafür haben wir Post-its in anderen Größen bestellt. Denn das Zerschneiden der Klebezettel ist tabu.“

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