Lärm und Geschrei: Was passiert auf diesem Gelände im Dortmunder Süden?

mlzStadt will Klarheit

Der Beisterweg in Schönau ist eine idyllische Wohngegend. Doch von einem Gelände ohne feste Anschrift dringt immer wieder Lärm. Warum und von wem? Die Polizei rät zur Vorsicht.

Schönau

, 22.05.2020, 13:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Nachbarn sind nett, die Umgebung auch, eine ruhige Straße und gleichzeitig eine 1A-Anbindung an den öffentlichen Verkehr, kurze Wege in die Stadt. Die Natur nebenan imponiert mit dem renaturierten Rüpingsbach, mit alten Bäumen, mit Rehen und Bussarden, die immer mal wieder vorbeischauen.

Ein Traum. Wäre da nicht der Lärm, der zum Ärger vieler Anlieger schon länger die Idylle stört und Nerven kostet. Die Anwohner im Beisterweg fühlen sich durch Lärm von Baumaschinen, Sägen, Motorrädern (,die durch das Gelände heizen), lauten Radios und dem Geschrei der Leute absolut gestört. Und das vor allem sonntags.

Die Beisterstraße in Schönau ist eine ruhige Wohngegend. Idyllisch, und doch zentral gelegen.

Der Beisterweg in Schönau ist eine ruhige Wohngegend. Idyllisch, und doch zentral gelegen. © Britta Linnhoff

Zum Beispiel Ostern sei das so gewesen, sagen die Anlieger. Und auch am 10. Mai. Die Polizei bestätigt einen Einsatz an diesem Sonntagnachmittag. Man habe den Leuten vor Ort „Folgemaßnahmen angedroht“, sollte der Geräuschpegel weiter oder wieder so hoch sein.

Polizei: Gelände nicht alleine betreten

Wem das nur sehr schwer zugängliche Gelände ohne feste Anschrift irgendwo im Niemandsland gehört, wer die Leute sind und was sie dort tun, wisse man nicht, sagen die Anlieger. Sie haben Angst, ihren Namen in der Zeitung zu lesen, sagen sie. Weil ihnen das Ganze samt der Leute nicht geheuer sei.

Die Polizei habe ihnen geraten, „zur eigenen Sicherheit nicht alleine das Gelände zu betreten“. „Da sind auch jedes Jahr andere“, sagt ein Mann. Klar sei für ihn und andere nur: Die fahren dort mit einem Bagger rum, viele Bäume seien weg.

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Man könne, wie beispielsweise am ersten Mai, nicht auf der Terrasse sitzen, wenn da „schweres Gerät“ rumfahre. Das fragliche Gelände liege höher als große Teile des Beisterwegs. Betroffen von dem Lärm seien vor allem die tieferliegenden Bereiche der Straße.

Mehrere Ämter der Stadtverwaltung prüfen die Situation

Telefonate mit der Stadtverwaltung seien bisher ohne Erfolg geblieben, sagen die Anlieger. Mehrmals habe man lange mit allen möglichen Behörden der Stadt telefoniert. Die hätten zwar gesagt, das könne ja nicht sein, aber letztlich habe sich niemand zuständig gefühlt. Inzwischen habe man sich auch schriftlich an die Stadt gewandt.

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Auf Anfrage unserer Redaktion teilt die Stadt mit, dass man den Sachverhalt vor Ort derzeit intensiv prüfe. Mehrere Ämter der Stadt seien involviert. „Wir bedanken uns ausdrücklich für die Hinweise“, sagt Stadtsprecher Maximilian Löchter, und verspricht den Anliegern des Beisterwegs, dass man nun sehr genau prüfe, was auf dem Gelände vor sich gehe. Einen Zeitpunkt, wann ein Ergebnis vorliege, könne er derzeit aber noch nicht nennen.

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