Lärmgeschädigte fordern Hilfe

BRECHTEN Es wird immer lauter. Im Nordosten ist es die ausgebaute A 2, im Osten der Flughafen, im Nordwesten die A 42 bzw. A 45 und mitten durch Dortmund die B 1.

von Von Mirko Deik

, 26.03.2009, 13:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es wird immer lauter. Im Nordosten ist es die ausgebaute A 2, im Osten der Flughafen, im Nordwesten die A 42 bzw. A 45 und mitten durch Dortmund die B 1. Nüchtern klingt die Aufzählung des Lärmgegners.  Doch er und seine Mitstreiter sind der Verzweiflung nahe, denn sie fühlen sich im Stich gelassen - von der Politik, von der Stadt, von Land und Bund.

Offener Brief Deshalb hat Deik jetzt einen offenen Brief unter dem Titel "Dortmund wird immer lauter und die Politik hört weg" zum Friedensplatz 1 geschickt. "Es kann doch nicht sein, dass wir als IG unsere Ortspolitiker anschreiben und uns eine parteiübergreifende Unterstützung in Form eines einstimmigen Ratsbeschlusses wünschen, aber nur eine einzige Rückmeldung vom Brechtener CDU-Ortsunionsvorsitzenden André Buchloh bekommen", klagt Deik.

Abgespeist vom der Politik Die Korrespondenz der Interessengemeinschaft füllt mittlerweile dicke Ordner. Adressaten waren der NRW-Umweltminister, der Bundesverkehrsminister, der Landesverkehrsminister und straßen.NRW. Das Ergebnis fasst Deik zusammen: "Wir werden mit dem Hinweis auf Schallschutzlüfter abgespeist, und die Politik duldet das."

Neuer Appell

Der IG-Sprecher will aber nicht aufgeben und richtet einen erneuten Appell an die Dortmunder Politik. "Wir erwarten vom Rat der Stadt, dass unsere Gesundheit nachhaltig geschützt und uns unsere Lebensqualität wieder zurückgegeben wird. Wir erwarten, dass Sie sich per Ratsbeschluss hinter uns und unsere Forderung stellen. Sie wurden von uns gewählt, und wir möchten, dass sie sich endlich mal so verhalten."

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