Lanstroper gibt sich nicht geschlagen: Ein Spiegel für den Verkehr soll her

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Schon vor fünf Jahren hat Matthias Hüppe für Lanstrop einen Verkehrsspiegel gefordert. Damals hat die Stadt ihn abgelehnt. Jetzt wünscht Hüppe ihn wieder – denn die Situation habe sich geändert.

Lanstrop

, 25.01.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Matthias Hüppe am Donnerstagmorgen (23.1.) die Ruhr Nachrichten aufschlug, staunte er nicht schlecht. War dort doch zu lesen, dass an der Kreuzung Langerohstraße/Kurler Straße aus Gründen der Verkehrssicherheit ein großer Spiegel installiert wurde. „Warum geht das dort, aber nicht hier in Lanstrop?“, fragt sich Hüppe.

Denn bereits vor fünf Jahren habe der Arbeitskreis „Ja zu Lanstrop“ Vertreter aus Politik und Verwaltung nach Lanstrop eingeladen – und auf die Sinnhaftigkeit eines Verkehrsspiegels an der Einmündung der Färberstraße in die Steinhofstraße hingewiesen.

Keine Verkehrsspiegel mehr

„Das damalige Gespräch darüber war nach nur einer Minute beendet“, sagt Hüppe, „nachdem uns ein Verwaltungsmitarbeiter mitgeteilt hatte, dass Verkehrsspiegel grundsätzlich nicht mehr installiert würden“. Als Grund sei seinerzeit angeführt worden, die Geschwindigkeit von Autos könne in solchen Spiegeln nur schwer eingeschätzt werden. „Das haben wir dann so akzeptiert“, erinnert sich der Lanstroper.

Als die CDU im vergangenen Jahr aber einen solchen, vermeintlich nicht realisierbaren Spiegel in der Bezirksvertretung Scharnhorst für die Kreuzung Langerohstraße/Kurler Straße beantragt habe, sei er hellhörig geworden: „Da haben wir gesagt: Mal gucken, was dabei rauskommt.“

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Und da dieser Spiegel nun Wirklichkeit geworden ist, möchte Hüppe auch dessen Pendant an der Lanstroper Steinhofstraße wieder ins Gespräch bringen. „Denn er könnte zumindest ein bisschen dafür sorgen, dass dieser Bereich besser einzusehen ist.“

Tatsächlich müssen Auto- und besonders Fahrradfahrer beim Abbiegen von der Färber- auf die Steinhofstraße hoffen, dass die Fahrzeuge dort nicht zu schnell unterwegs sind. Denn nicht zuletzt aufgrund der Büsche an der linken Seite ist die Straße in Richtung Autobahn 2 schwer einzusehen.

Matthias Hüppe kann sich vorstellen, dass ein Verkehrsspiegel am Laternenmast gegenüber der Einmündung Färberstraße/Steinhofstraße angebracht wird.

Matthias Hüppe kann sich vorstellen, dass ein Verkehrsspiegel am Laternenmast gegenüber der Einmündung Färberstraße/Steinhofstraße angebracht wird. © Michael Schuh

„Beim damaligen Ortstermin ist gesagt worden, der Besitzer des Grundstücks müsse die Sträucher regelmäßig stutzen“, sagt Hüppe, „aber von Frühjahr bis Herbst dürfen Büsche ja gar nicht beschnitten werden.“ Und an die Geschwingkeitsbegrenzung von 50 km/h hielten sich längst nicht alle Verkehrsteilnehmer: „Die Steinhofstraße ist breit und führt über eine längere Strecke nur geradeaus – da wird oft viel zu schnell gefahren.“

Dass an der Kreuzung bislang nur selten etwas passiert sei, liege laut Hüppe vor allem daran, dass die Lanstroper den Gefahrenherd kennen würden. „Aber Beinahe-Unfälle gab es schon eine ganze Menge.“

Beinahe-Unfälle registriert niemand

Deshalb hat der Lanstroper bereits Gespräche mit dem stellvertretenden Scharnhorster Bezirksbürgermeister Werner Gollnick geführt. Der Christdemokrat möchte sich die Situation vor Ort zwar zunächst noch einmal genauer anschauen, kann sich eine Unterstützung Hüppes aber gut vorstellen: „Wir stehen auf der Seite von ‚Ja zu Lanstrop’.“

Wenn heute an den verantwortlichen Stellen eine andere Meinung herrsche als noch vor fünf Jahren, dann könne das laut Gollnick durchaus positiv sein: „Man kann sich ja weiterentwickeln.“ Zudem ist der Christdemokrat der Meinung, dass nicht erst etwas passieren sollte, ehe reagiert werde: „Denn die Beinahe-Unfälle registriert ja niemand.“

Mit einem „Das geht nicht“ will sich Hüppe diesmal nicht zufrieden geben – würde der Spiegel abgelehnt werde, wolle er konkrete Gründe dafür genannt bekommen. Und mit dem CDU-Mann hat er offenbar den richtigen Ansprechpartner gefunden, denn Gollnick setzte sich auch für den Spiegel an der Kreuzung Langerohstraße/Kurler Straße ein. Mit Erfolg.

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