Die Edeka-Filiale in Wickede war Ziel eines Einbruchs, den die Polizei dank eines aufmerksamen Zeugen verhindern konnte. © Edeka Patzer
Einkauf im Lockdown

Last-Minute-Weihnachtseinkauf: So sind Dortmunder Supermärkte vorbereitet

Kurz vor Heiligabend einzukaufen ist meist eine Tortur. Endlos lange Schlangen, leergekaufte Regale und überall Menschen. Und jetzt gibt es dazu auch noch Corona.

„Mist, kein Salz im Haus!“ – Vermutlich jedem ist so etwas schon mal kurz vor dem Festtagsessen eingefallen. Also schnell zum Supermarkt oder Discounter. Dort ist kurz vor Heiligabend in der Regel der Teufel los.

Das Resultat ist immer das Gleiche: Die Märkte platzen vor lauter Last-Minute-Shoppern aus den Nähten. Das wäre in diesem Jahr allerdings unvorteilhaft. Stichwort Corona-Pandemie.

Mehr Personal für glattere Abläufe

Die Dortmunder Händler bereiten sich in diesem Jahr nochmal besonders auf den vorweihnachtlichen Kundenansturm vor. Die Edeka-Filiale Patzer in Wickede hat deshalb zum Beispiel die Öffnungszeiten vorverlegt, wie Mitarbeiterin Anika Pieczkowski erklärt.

Statt um 7 Uhr öffnet der Markt bereits um 6 Uhr. Pieczkowski gibt aber auch zu, dass dieses Angebot bislang noch nicht so wirklich in Anspruch genommen wird. Noch halte sich der Kundenstrom in Grenzen.

Laut Pieczkowski wird es erst am 23. und 24. Dezember „richtig knallen“. Dann rechnet Edeka Patzer mit deutlich mehr Kundschaft. Um möglichst schnell alle Auf-den-letzten-Drücker-Einkäufer zu bedienen und so Menschenansammlungen zu vermeiden, werde deutlich mehr Personal als üblich eingesetzt, so Pieczkowski. „Für glattere Abläufe“: ständig sollen fünf Kassen im Betrieb sein, die zusätzlichen Kräfte sollen außerdem immer dafür sorgen, dass die Regale gefüllt sind.

Sonst gelten in dem Edeka-Markt von Patzer weiterhin die üblichen Corona-Einkaufsregeln: Einlass nur mit Einkaufswagen, Maskenpflicht, Abstand halten. Einen Sicherheitsdienst gibt es in der Filiale aber nicht. Pieczkowski dazu: „Wir sind guter Dinge, dass die Menschheit [die Corona-Regeln] begriffen hat.“

Zauberwort Entzerrung

Rewe und Penny haben sich für die Feiertage ebenfalls vorbereitet. Pressesprecher Thomas Bonrath erklärt auf Nachfrage unserer Redaktion, dass der „Warenbestand mit Blick auf die Advents- und Weihnachtszeit deutlich erhöht“ wurde. Die Kundschaft müsse sich also wegen der Versorgung keine Sorgen machen.

Zudem weist die Rewe-Gruppe noch auf das „Zauberwort“ Entzerrung hin. Die Kunden sollten nicht erst auf den letzten Drücker – also am 24. Dezember – einkaufen. Und der Einkauf sollte auch möglichst allein stattfinden und, sofern möglich, auch nicht zu den Stoßzeiten. So soll Kontakte in den Filialen vermieden werden. Auch bei Rewe und Penny gelten weiterhin die üblichen Regelungen.

Ähnliche Erklärungen gibt es auch von Kaufland, Real, Netto und Aldi. Die Märkte seien darauf vorbereitet, dass trotz hoher Kundenfrequenz gut und sicher eingekauft werden könne. Aldi reguliert sogar in einigen Märkten in Dortmund die Anzahl von Kunden mit elektronischen Einlasskontrollen.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
1990 im Emsland geboren und dort aufgewachsen. Zum Studium nach Dortmund gezogen. Seit 2019 bei den Ruhr Nachrichten. Findet gerade in Zeiten von Fake News intensiv recherchierten Journalismus wichtig. Schreibt am liebsten über Soziales, Politik, Musik, Menschen und ihre Geschichten.
Zur Autorenseite
Robin Albers

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt