Laufen lernen mit Lauffieber: Helmut Bezani (37) hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht

mlzLauffieber Dortmund

Helmut Bezani bietet mit Lauffieber Trainings für Anfänger und Fortgeschrittene an. Ab August kommt ein neues Angebot dazu: Kulttourrunning - und das ist auch für Freizeitläufer geeignet.

Kirchlinde

, 23.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Fünf Teilnehmer hatte Helmut Bezanis erster Laufkurs vor drei Jahren. „Ich habe die Leute im Dachgeschoss meines Hauses begrüßt“, erzählt der 37-Jährige und lacht. Damals hatte der Kirchlinder noch kein separates Studio. Damals war seine Laufschule „Lauffieber“ aber auch nur ein Nebenjob.

„Seit dem 1. Mai ist ‚Lauffieber‘ jetzt mein Hauptberuf“, sagt Helmut Bezani. Vorher war er bei der Bundeswehr, dann Sachbearbeiter bei einer Krankenkasse. „Die Büroarbeit war ein Albtraum für mich“, erklärt Bezani, der seit 2016 Lauftrainer ist. „Ich kam immer unglücklich nach Hause.“ Im vergangenen Jahr ermutigte ihn Ehefrau Mona zum Schritt in die endgültige Selbstständigkeit.

Das Studio ist ein Treffpunkt für die Läufer

Denn Lauffieber ist seit 2016 gewachsen. Im April 2017 zogen Mona und Helmut Bezani, beide Geschäftsführer der Lauffieber Dortmund UG, in das Studio Im Dorloh 90. Von dort aus starten die Lauftrainings, die sie Dienstags-, Mittwochs- und Donnerstagsabends anbieten. „Hier können unsere Läufer etwas trinken oder sich nach dem Training noch zusammensetzen“, erzählt Helmut Bezani. „Das hier ist ein richtiger Treffpunkt geworden.“

Laufen lernen mit Lauffieber: Helmut Bezani (37) hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht

Mona und Helmut Bezani am Eröffnungstag ihres Studios, dem 1. April 2017. Beide sind als Geschäftsführer der Lauffieber Dortmund UG eingetragen. © Linda Hopius

Bezani selbst und zwei weitere Trainer, Burkhard Seeger und Kathi Schulz, leiten die Trainings für Anfänger und Fortgeschrittene. „Ich bin froh, dass ich die beiden gefunden habe“, sagt Helmut Bezani. „Beide sind genauso mit dem Lauf-Virus infiziert wie ich. Und ohne die Leidenschaft geht es nicht.“

Übergewicht ebnete den Weg zum Laufen

Seine Leidenschaft für das Laufen fing mit einem Blick in den Spiegel an. „1999 habe ich einiges mehr auf die Waage gebracht als jetzt“, erzählt der 37-Jährige. „Und dann habe ich zu mir selbst gesagt: So gehst du nicht zum Bund.“ Das Laufen habe ihn fit gemacht und den gewünschten Abnehmerfolg gebracht. Bei der Bundeswehr war er dann sogar Sportausbilder. „So konnte ich viel Praxiserfahrung sammeln.“

Erfahrung, die ihm auch heute noch helfe. Denn eines sei ihm besonders wichtig: „Ich möchte, dass unsere Läufer gesund laufen.“ Dazu gehöre, dass die Kursteilnehmer nicht einfach drauf los laufen. Ein Anamnesebogen ist Pflicht. „Insbesondere geht es darum, Vorerkrankungen am Herzen, eine akute Erkältung oder regelmäßigen Schwindel auszuschließen“, erklärt Helmut Bezani.

Eine Auf- und Abwärmphase gehört immer zum Training

Ein 1000-Meter-Lauf als Belastungstest soll zudem das Lauflevel des Kursteilnehmers bestimmen und offenlegen, wo es Verbesserungspotenzial gibt. „Wer noch weitergehen möchte, kann eine Leistungsdiagnostik auf dem Laufband machen“, sagt der Lauffieber-Geschäftsführer.

Laufen lernen mit Lauffieber: Helmut Bezani (37) hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht

Nach dem erfolgreichen Finish bei der TorTour de Ruhr: Das Lauffieber-Team ist 100 Kilometer in 14 Stunden und knapp 27 Minuten gelaufen. Die Zeit reichte für Platz 50. © Helmut Hahner

Egal, ob Anfänger oder Fortgeschrittener: Eine Auf- und Abwärmphase nach jedem Training sei für alle Gruppen wichtig. Auch regelmäßiges Krafttraining sollte zum Trainingsplan gehören. Dafür bietet Lauffieber Outdoor-Training mit Eigengewicht an. „Wir brauchen keine Geräte und sind an der frischen Luft.“

Kulltourrunning ist auch was für Freizeitläufer

Bei Lauffieber gibt es drei Trainingsgruppen: Anfänger, die noch nie gelaufen sind, Anfänger, die bereits eine geringe Lauferfahrung mitbringen, und Fortgeschrittene, die bereits 60 bis 90 Minuten laufen können. „Bei den blutigen Anfängern geht es wirklich mit einer Minute Laufen und einer Minute Gehen los“, erklärt Helmut Bezani. Wer höhere Ziele verfolgt, kann sich hingegen auf Halb- bis Ultramarathons und Hindernisläufe vorbereiten lassen.

Ab Ende August/Anfang September soll dann noch ein Angebot hinzukommen, dass auch für Freizeitläufer geeignet ist: Kulttourrunning. „Hier verbinden wir das Laufen mit der Dortmunder Geschichte“, erklärt Helmut Bezani. An verschiedenen Stationen auf der Strecke, beispielsweise Phoenix West, erzählen die Trainer oder ein mitlaufender Stadtführer Historisches. „Wir wollen da verschiedene Strecken entwickeln“, verrät Helmut Bezani. „Aber das ist noch in der Planung.“

Das bietet Lauffieber

  • Lauffieber möchte keine Konkurrenz für örtliche Lauftreffs sein. Es besteht sogar eine Zusammenarbeit mit den Lauftreffs Wischlingen und Bittermark.
  • Welche Kurse Lauffieber aktuell anbietet, ist auf der Homepage zu sehen. Man kann jederzeit einsteigen und bezahlt entsprechend weniger, je später im Quartal man startet. Insbesondere mittwochs und donnerstags sind derzeit noch Plätze frei.
  • Frühe Vögel können montags um 8.30 Uhr beim Good-Morning-Run mitlaufen.
  • Die Homepage für das Kulttourrunning ist schon einsehbar. Die Anmeldung wird im Laufe der nächsten Wochen freigeschaltet.
  • 2020 wird es das erste dreitägige Laufcamp von Lauffieber geben. Wer mit nach Holzminden (Niedersachsen) möchte, kann sich schon jetzt für weitere Informationen unter Tel. 0151/29137827 melden.
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