LEG-Mieter bemängeln schlechten Häuserzustand - Unternehmen verspricht Nachbesserungen

mlzMieter-Ärger

Mehrere LEG-Mieter haben sich über die Zustände in den Häusern am Rübezahlweg beschwert: Die Flure seien oft verdreckt, zugemüllt und für die Bewohner zum Teil sogar gefährlich.

Eving

, 22.10.2019, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dreckige Hausflure, kaputte Treppengeländer und Kosten für einen Hausmeisterservice, den es angeblich schon lange nicht mehr gibt. Die Kritik einiger Bewohner an der LEG ist vielseitig. Obwohl dem Wohnungsunternehmen vereinzelte Beschwerden bekannt waren, ließen Nachbesserungen bislang auf sich warten.

Anhaltende Problematik

Seit mehr als zehn Jahren wohnen Rene Bauer und Peter Fassbender am Rübezahlweg in Eving. Die Zustände in der Reihenhaussiedlung seien schon seit längerer Zeit besorgniserregend, so Fassbender: „Es kommt zwar wöchentlich eine Firma, die die Hausflure säubert, allerdings ist diese Reinigung absolut mangelhaft. In unserem Haus wohnen sieben Parteien und die Putzkräfte sind in der Regel nach zehn Minuten Arbeit schon wieder verschwunden.“

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Die Missstände würden zudem nicht nur sein eigenes Wohnhaus betreffen. „Ich habe mich schon in der Vergangenheit an die LEG gewandt und ich weiß, dass hier auch in anderen Gebäuden, die der LEG gehören, derartige Probleme auftreten“, erklärt der 56-Jährige. Grundlegende Veränderungen habe es aber bisher noch nicht gegeben. Stattdessen müsse man selbst tätig werden.

LEG-Mieter bemängeln schlechten Häuserzustand - Unternehmen verspricht Nachbesserungen

Auch unmittelbar nach der wöchentlichen Reinigung ist der Hausflur noch stark verdreckt. © Peter Fassbender

„Unzumutbare Situation“

Bei einem so minimalen Zeitaufwand könne eine Reinigungskraft kein zufriedenstellendes Ergebnis gewährleisten, unterstreicht Angelika Sczesny, eine Bekannte von Peter Fassbender. Für die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt sei sie als Fachgruppenvorsitzende für Gebäudereinigung tätig und wisse daher, dass Reinigungskräfte für eine Hausflurreinigung in dieser Größe mindestens eine Stunde einplanen müssen.

„Ich habe mir selber vor Ort ein Bild machen können. Ein Zustand, wie er in diesem Haus vorherrscht, ist nicht tragbar“, so Sczesny. Dass der Flur auch nach der Reinigung noch derart verdreckt ist, sei eine unzumutbare Situation. „Man hat einfach das Gefühl, dass sich hier niemand ernsthaft kümmert. Dementsprechend chaotisch sieht es aus.“

Unstimmigkeiten bei Hausmeisterservice

Laut Rene Bauer ist es jedoch nicht nur die unzureichende Reinigung, die den Mietern sauer aufstoße, sondern auch die erforderliche Instandhaltung und der fehlende Hausmeisterservice: „Das Treppengeländer ist derart morsch und kaputt, dass man Angst haben muss, die Stufen hinunterzustürzen. Außerdem kann man schon seit längerer Zeit die Haustür nicht mehr richtig abschließen, da das Schloss aus der Fassung gebrochen ist.“

LEG-Mieter bemängeln schlechten Häuserzustand - Unternehmen verspricht Nachbesserungen

Das Treppengeländer ist in die Jahre gekommen und muss nachgebessert werden. © Peter Fassbender

Hinzu komme der Umstand, dass die Mieter in den Nebenkosten zwar für einen Hausmeisterservice bezahlen, dieser jedoch seit geraumer Zeit nicht mehr existiere, kritisiert Fassbender. „Bis vor drei Jahren gab es hier auch noch ein Mieterbüro. Dieses ist allerdings von heute auf morgen geschlossen worden. Man wird gänzlich hängen gelassen.“

Dem widersprach Mischa Lenz, Pressesprecher der LEG auf Nachfrage: „Jedes unserer Häuser verfügt über einen Hauswart. Wir würden diesen natürlich nicht abrechnen, wenn ein solcher gar nicht vorhanden wäre.“ Und auch das Mieterbüro sei nicht gänzlich geschlossen, sondern lediglich umstrukturiert worden. „Wir haben einen verbesserten telefonischen Kundenservice eingerichtet. Bei dringenden Anliegen kann aber nach wie vor auch ein Termin vor Ort vereinbart werden.“

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Überdies habe die LEG bislang nur vereinzelte Beschwerden bezüglich der Gebäudereinigung erhalten, weitere Mängel seien allerdings nicht gemeldet worden. „Wir haben in diesem Fall jetzt aber umgehend die zuständige Reinigungsfirma kontaktiert und eine gründliche Nachreinigung in mehreren Häusern in die Wege geleitet“, so Lenz. Zudem habe er die Instandsetzung des Treppengeländers in Auftrag gegeben.

„Darüber hinaus wollen wir mit den Mietern nun vermehrt in direktem Kontakt bleiben, um zukünftigen Beschwerden zeitnah nachgehen zu können.“

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