„Lieber Stefano als Netto“: Das sagen Anwohner über den möglichen Supermarkt in Kirchderne

mlzEinkaufen in Kirchderne

Die Gerüchteküche brodelt schon lange: Netto möchte wohl an der Ecke Derner Straße/Grüggelsort einen neuen Standort eröffnen. In den sozialen Netzwerken gehen die Meinungen dazu auseinander.

Kirchderne

, 05.08.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Nahversorgung in Kirchderne ist ausbaufähig. Da sind sich die meisten Anwohner einig. Jetzt plant Netto wohl einen neuen Supermarkt an der Ecke Derner Straße/Grüggelsort. Doch das hätte auch Konsequenzen, mit denen nicht alle Anwohner einverstanden sind.

Alles soll abgerissen werden

Denn die Fläche, die bis Ende 2018 noch Elektro Prange gehörte, ist derzeit noch besiedelt. Alles, was dort momentan steht, soll abgerissen werden. Neben einem Wohnhaus sind auch ein Burgerladen und die Pizzeria La Palma bei Stefano betroffen. Einige Mieter wollen nun rechtliche Schritte einleiten.

In den sozialen Netzwerken sind die Meinungen trotz der Supermarkt-Not geteilt. Ein Facebook-Nutzer schreibt beispielsweise: „Für Kirchderne wäre es gut, wenn wieder ein Lebensmittelgeschäft hier ist. Das fehlt ja schon so lange hier.“ Auch viele weitere User freuen sich über einen neuen Supermarkt in Kirchderne. „So ein schöner Vorort ohne direkte Versorgung finde ich schwierg“, sagt eine Nutzerin.

„Was ein Hick-Hack“

Doch es gibt nicht nur Zuspruch für Pläne eines neuen Nettos. Viele sind unzufrieden mit den neuen Plänen. „Was ein Hick-Hack“, ist ein User genervt. Ein weiterer schreibt: „Wenn Netto es wünscht, passiert es auch. Finde ich sehr schade!“ Besonders die Anzahl der großen Supermärkte nervt einige: „Diese ganzen Ketten bauen überall, es nervt. Ein Discounter nach dem anderen!“

Das mögliche Ende ihrer geliebten Pizzeria liegt vielen Kirchdernern schwer im Magen. „Mir ist Pizza von Stefano tausend Mal lieber als Pizza von Netto“, beschwert sich ein Facebook-Nutzer. Eine Kirchdernerin hatte mit diesem Ende nicht gerechnet: „Ich hätte nicht gedacht, dass die gleich alles abreißen, besonders die Pizzeria.“

„Der Preis ist zu hoch“

Bei vielen Nutzern aus den sozialen Netzwerken ist auch das Mitleid mit der Familie groß, die wegen dem Netto-Bau aus ihrem Haus raus soll. Sie halten das Ganze für ungerecht: „Wir als Kirchderner sollten dem Netto-Konzern unsere Solidarität mit den Mietern der Immobilie zeigen. Einen Standort in Kirchderne einzurichten ist sicherlich eine gute Idee, aber der Preis ist zu hoch.“

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Ähnlich sieht das auch eine andere Facebook-Nutzerin. Ein Netto neben der Kirche müsse nicht sein, findet sie: „Existenzen werden zerstört und eine Familie aus dem Haus gejagt, alles nur, um das Geld vor der Haustür aus der Tasche zu ziehen. Wir sollten alle dagegen protestieren.“

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