Löttringhauser Landwirte sind sauer über Hundedreck im Biofutter

mlzStreit mit Hundehaltern

Es sind Futterflächen, die grünen Wiesen in Löttringhausen. Futter für Kühe und Pferde. Und es ist eine private Fläche. Uneinsichtige Hundebesitzer sorgen allerdings für Ärger.

Löttringhausen

, 29.03.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie möchten es im Guten regeln. Die beiden Landwirte Frank Oehmchen und Axel Fischer-Neuhoff. Es geht um Wiesen im Bereich der Blickstraße. Flächen, auf denen früher einmal Tiere gestanden und gegrast haben, die jetzt aber für die Futtererzeugung genutzt werden. Daher hat der Zaun, der diese Flächen umgibt, in den letzten Jahren größerer Lücken bekommen.

Lücken, die von Bürgern, größtenteils mit Hunden, genutzt werden, um ihre Tiere auf eben diesen Futterflächen frei laufen zu lassen. „Das alleine würde uns ja überhaupt nichts ausmachen“, sagt Axel Fischer-Neuhoff. Das Problem ist anders geartet. Es gibt einen gewissen Menschenschlag, der die Wiesenfläche praktisch besetzt, wenn man es einmal so ausdrücken darf. „Die Leute begeben sich auf die Fläche, bleiben dort und lassen ihre Hunde dann dort laufen“, sagt Frank Oehmchen. Die Folge ist, dass die Vierbeiner ihr Geschäft dort verrichten oder Löcher buddeln.

Das Futter für die Tiere ist verdreckt

Für das Futter und die folgende Ernte hat dies zur Folge, dass ein Großteil verunreinigt ist, „und dass die Räder unserer Ernte-Fahrzeuge in die gebuddelten Löcher absacken“, so Oehmchen. Dass Hunde auf den Wiesen laufen, das habe es schon immer gegeben. Schließlich führt ein Weg von der Blickstraße quer über die grünen Wiesen in Richtung Wald. Der wird von den Bürgern schon seit ewigen Zeiten genutzt und da haben wir auch nichts gegen“, sagt Axel Fischer-Neuhoff.

Eigentlich verwunderlich, dass bei diesem breiten Weg die Hunde noch auf der Wiese laufen müssen.

Eigentlich verwunderlich, dass bei diesem breiten Weg die Hunde noch auf der Wiese laufen müssen. © Jörg Bauerfeld

Nur gegen uneinsichtige Hundebesitzer, da haben die Landwirte etwas. „Wir sprechen die Leute an und sagen ihnen, dass sie sich auf privatem Gelände befinden“, sagt Frank Oehmchen. „Doch die reagieren ungehalten und völlig uneinsichtig.“ Die beiden Landwirte haben es schon mit Zäunen versucht. Die wurden zerschnitten und die Pfähle aus dem Boden gerissen. Die Landwirte vermuten zwar, wer dahinter steckt, auf frischer Tat haben sie die Täter, die mit dem Beseitigen der Zäune eindeutig Sachbeschädigung betreiben, aber noch nicht.

Man müsse ein Betretungsverbot erwirken

„Das Problem ist folgendes: Wenn ein uneinsichtiger Bürger da ist, der läuft dann immer weiter über die Fläche. Man muss ein Betretungsverbot vor Gericht erwirken, um den Bürger dann zur Rechenschaft ziehen zu können. Aber das ist doch gar nicht das, was wir wollen“, sagt Axel Fischer-Neuhoff. „Wir haben da doch keine Zeit für, wir müssen doch auch unsere Arbeit machen“, sagt Frank Oehmchen. Die beiden wundert es nur, dass die Hundebesitzer diese Sache mit dem Betreten der Wiese nicht untereinander regeln, dass nicht einer sagt, dass das nicht in Ordnung sei.

Das Unrechtsempfinden scheine in den letzten Monaten gen Null tendiert zu sein, so die Landwirte. Zumal es eben noch einen breiten Weg in Richtung Wald gibt, auf dem die Vierbeiner entspannt laufen können. Spaßig auch die Begründungen mancher Bürger, die ernsthaft behaupten, man können doch nicht ahnen, dass man die Wiesen nicht betreten dürfe, da ja kein Zaun da sei.

Einfach das Eigentum anderer respektieren

Jetzt versuchen es Axel Fischer-Neumann und Frank Oehmchen mit Schildern. „Ich könnte wetten, dass die sofort wieder heruntergerissen werden“, so Oehmchen. Oder man werfe gleich die ganzen Pfähle in die Wiese. Aber was können die Landwirte tun? „Nur an die anständigen Bürger appellieren, ein wenig mehr Rücksicht zu nehmen“, sagt Fischer-Neumann. Denn sie wollen nicht alle Hundehalter über einen Kamm scheren. Und vielleicht wird es ja doch irgendwann so weit kommen, dass die ganze Sache vor Gericht landet. Und das, weil es Menschen gibt, die das Eigentum andere einfach nicht respektieren wollen.

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