Zwergenschule im Dornröschenschlaf wird wieder aufleben

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Vor acht Jahren wurde die kleine Schule im Dortmunder Süden geschlossen. Seitdem verwildert das Schulgelände, der Sportplatz ist abgesperrt. Bald soll dort wieder Leben einkehren.

Loh

, 24.04.2020, 09:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Beschluss zum Erhalt der sogenannten Zwergenschulen, der kleinen Grundschulen mit nur einer oder zwei Klassen pro Jahrgang, kam für die Loh-Grundschule zu spät. Mit stolzen 99 Jahren musste die Schule im Stadtteil Loh ihre Türen schließen. Das war im Sommer 2012.

Seitdem gab es einige Pläne für die städtische Immobilie, unter anderem den, an einen Investor zu verkaufen für den Bau einer Kita und mehrerer Wohngebäude. Genutzt wurde das historische Gebäude zwischenzeitlich regelmäßig als Wahllokal und kurzfristig als Wohnheim für Asylbewerber.

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Auch Schulkinder zogen vorübergehend wieder an der Benninghofer Straße ein. Die Höchstener Grundschule nutzte die Schule als Übergangsquartier während der Bauzeit für ihr neues Schulgebäude.

Mit der Fertigstellung der Schule am Höchsten und dem Wiedereinzug der Schulgemeinde dort wurde es ab Anfang 2017 wieder still im Loh. Kein Pausengong, kein Kindergejohle auf dem Schulhof, kein Tempo-30-Schild an der Straße und keine Containerklassen auf dem Sportplatz. Unkraut und Gebüsch eroberten mehr und mehr das Gelände.

Schulhof und Sportplatz wuchern langsam zu.

Schulhof und Sportplatz wuchern langsam zu. © Susanne Riese

Doch irgendwann werden wieder städtische Mitarbeiter von Grünflächenamt und Immobilienwirtschaft anrücken, um Räume und Außenflächen herzurichten für eine weitere Phase in der bewegten Geschichte der ehemaligen Volksschule Loh. Denn sie wird erneut als Ausweichquartier benötigt.

Diesmal wird die Wichlinghofer Grundschule einziehen, während die Stadt an ihrem Standort in der Vinklöther Mark ein neues Gebäude errichtet.

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Wann genau das sein wird steht noch nicht fest, teilt die Stadt mit. Vorgesehen war der Umzug für Ende 2021, im Sommer 2024 sollte die neue Schule dann zusammen mit dem neuen Stadtteilzentrum fertig sein.

Neuer Zeitplan steht noch nicht

Davon geht auch Schulleiterin Stephanie Klein bislang aus. „Ursprünglich sollten wir schon in diesem Jahr einziehen“, sagt sie. Die Räumlichkeiten in der alten Loh-Schule hat sie daher schon besichtigt. „Das macht alles einen guten Eindruck.“

Ihre Schule, zu der normalerweise sechs Klassen gehören, wurde bereits auf vier zurückgefahren, damit die Unterrichtsräume im Loh ausreichen. „Das passte ganz gut, wir mussten keine Kinder abweisen.“

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Trotzdem werden wohl neue Wohncontainer aufgestellt werden für die Ganztagsbetreuung, dazu soll unter anderem auch eine Küche gehören.

Ob sich der neue Zeitplan – auch angesichts der Corona-Einschränkungen – halten lässt, ist allerdings noch nicht sicher. Die Stadt gibt keine Auskunft zum neuen Zeitplan, weil der noch durch den Verwaltungsvorstand beschlossen werden muss.

Ein historisches Foto von der ehemaligen Volksschule.

Ein historisches Foto von der ehemaligen Volksschule. © Repro Archiv

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