Loveparade: Immer in Verbindung mit dem Handy

DORTMUND Weit über eine Millionen Menschen werden am Samstag bei der Loveparade 2008 die B1 zum „Highway to Love“ verwandeln. Für die Handy-Netzbetreiber droht allerdings im schlimmsten Fall ein „Highway to Hell“.

von Von Constantin Blaß

, 12.07.2008, 14:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf das Dach der Westfalenhallen werden zusätzliche Antennen für den Mobilfunk zur Loveparade installiert.

Auf das Dach der Westfalenhallen werden zusätzliche Antennen für den Mobilfunk zur Loveparade installiert.

Zur Erinnerung: Schon bei einem BVB-Spiel mit gut 75.000 Besuchern im Durchschnitt geht in der Pause oder kurz nach Spielschluss in Deutschlands Handy-Netzen kaum etwas. Ein erfolgreicher Rufaufbau ist oft nur Glück. Bei der Loveparade würde sich dieses Problem vervielfachen.

Zur Erinnerung: Schon bei einem BVB-Spiel mit gut 75.000 Besuchern im Durchschnitt geht in der Pause oder kurz nach Spielschluss in Deutschlands Handy-Netzen kaum etwas. Ein erfolgreicher Rufaufbau ist oft nur Glück. Bei der Loveparade würde sich dieses Problem vervielfachen.

Zwei mobile Funkwagen

Andreas Fuchs vom Branchenprimus T-Mobile (36 Prozent Marktanteil) geht von keinen Verbindungsproblemen beim größten Musik-Spektakel aller Zeiten aus. „Wir sind rund um die Westfalenhalle mit Funkantennen gut ausgestattet“, sagt er. Zwei mobile Funk-Wagen im Veranstaltungs-Umfeld sollen das Risiko der „geblockten Gespräche“ zudem minimieren.

Netzbetreiber-Konkurrent Vodafone scheint auf solche „mobilen Antennen“ sogar verzichten zu können. „Die brauchen wir nicht“, sagt Pressesprecherin Sabine Goossens. Das Unternehmen hätte genug Erfahrungswerte mit Veranstaltungen in dieser Größenordnung. Und die besagen: Das Netz muss vor der Loveparade aufgestockt werden. Am Montagmittag werden neue Anlagen auf dem Dach der Westfalenhalle montiert. Um auf Nummer sicher zu gehen.

Netz wurde überprüft

Auch die Betreiber der so genannten E-Netze, E-Plus und O2, bereiten sich speziell auf die Loveparade vor. Das Netz sei im Vorfeld „ausreichend überprüft“ worden, heißt es. Man hoffe, den Menschen-Massen gerecht zu werden.

Neben dem Umfeld der Westfalenhallen könnte auch Dortmunds maroder Hauptbahnhof mobilfunktechnisch zum Nadelöhr werden, da ein Großteil der Loveparade-Teilnehmer mit dem Zug anreisen wird. „Am Essener Hauptbahnhof sind wir 2007 an unsere Grenzen gestoßen“, sagt Andreas Fuchs. In Dortmund wolle T-Mobile aber zeigen, dass es das beste Handy-Netz in Deutschland habe.

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