Dortmunds Kult-Imbiss lebt: Futterluke kurz vor der Wiedereröffnung

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Wohl kaum einem Neustart wird so entgegengefiebert wie dem der Futterluke. Nun hat das Warten ein Ende. Für die Eröffnung von Dortmunds Kult-Imbiss gibt es endlich einen genauen Termin.

Lütgendortmund

, 05.11.2020, 18:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist Tag 22 der Renovierung. René Rosenthal wird ungeduldig. Und mit ihm eine große Stammkundschaft. Sowohl der neue Betreiber als auch ausgehungerte Gäste fiebern der Wiedereröffnung der Kult-Pommesbude Futterluke in Lütgendortmund entgegen.

Seit März 2020 sind die Fritteusen in Dortmunds bekanntem Imbiss am Lütgendortmunder Hellweg aus. Das Bedauern darüber ist riesig, wie ständige Diskussionen in den Sozialen Netzwerken beweisen. Auch das Rätselraten, wer denn nun Nachfolger von Andreas Neumann wird, wird auf Facebook und Co. immer wieder neu angeheizt.

Jetzt ist das Geheimnis gelüftet, ein Duo wird hier angreifen. Die neuen Chefs hinter der Theke sind René Rosenthal, gelernter System-Gastronom, und André Erdmann, gelernter Koch und Inhaber der Kleyer „Kochmütze“. Gemeinsam wollen sie die lange Tradition der „Futterluke“ fortsetzen – allerdings nicht, ohne sie vorher ein wenig zu entstauben.

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Dafür haben die neuen Pächter tief in die eigene Tasche gegriffen. So wurde der Imbiss in Eigenregie aufwendig renoviert, mit neuem Mobiliar ausgestattet und digitalisiert. Fünf Monitore hängen oberhalb des Thekenbereichs, hier werden künftig die zum Teil wechselnden Gerichte angezeigt. Einzig die Theken-Verkleidung fehlt noch: „Dortmund- und Lütgendortmund-Motive auf Plexiglas“, schwärmt Rosenthal.

Bestellung an der Theke oder online

Für Bestellungen und Bezahlungen gibt es demnächst drei Varianten: ganz klassisch an der Theke sowie online und bargeldlos per QR-Code an den Tischen oder über die Homepage. Das komplette Kassengeschäft wickeln die Mitarbeiter mit Hilfe von I-Pads und Tablets ab.

Und was können die Kunden nun bestellen? Sind es Gerichte nach der Neumann’schen Rezeptur, die sich viele Gäste so sehr wünschen? „Ja, wir haben die Rezepturen, die wir aber nicht zu 100 Prozent übernehmen“, so René Rosenthal. Man wolle sich auch einen Namen mit seiner eigenen Marke machen.

Die Einrichtung der Futterluke samt Wandvertäfelung in 3 D ist neu, außerdem haben René Rosenthal (r.) und André Erdmann alle Räume in Eigenregie renoviert.

Die Einrichtung der Futterluke samt Wandvertäfelung in 3 D ist neu, außerdem haben René Rosenthal (r.) und André Erdmann alle Räume in Eigenregie renoviert. © privat

Die Speisekarte liest sich aber ähnlich wie die in den vergangenen 60 Jahren. Pommes, Bratwurst, Currywurst, frische Hähnchen, Schnitzel und Schaschlik sind hier demnächst wieder zu haben. Frisch gemachte Salate, Eintöpfe und wechselnde warme Gerichte komplettieren das Angebot.

„Außerdem nehmen wir einen Burger in unser Programm auf, an dessen Namen wir gerade noch feilen, und einen Malocher-Teller, den es immer nur zu einer bestimmten Tageszeit geben wird“, verrät René Rosenthal.

Wurst und Fleisch, betont der 33-Jährige, beziehe man ausschließlich bei einem Metzger in Kamen. Auch für die frisch gemachten Salate rührt er die Werbetrommel. „Alle Produkte sind rezeptiert, das heißt, der Gast kann sich auf den immer gleichen Geschmack verlassen.“

Hauptgeschäft ist zunächst der Außer-Haus-Verkauf

Dass die Neueröffnung am 13. November ausgerechnet in den Corona-Lockdown fällt, habe ihn anfangs schon geschockt, gesteht der zweifache Familienvater und Jugendleiter beim Fußballverein Hellweg Lütgendortmund. „Als die Kanzlerin ihn für die Gastronomie verkündet hat, haben wir alle tief durchgeatmet.“ Der erste Gedanke sei gewesen, die Neueröffnung zu verschieben.

Doch diesen Plan habe man schnell viel verworfen. „Wir alle wollen, dass es jetzt endlich losgeht“, so Rosenthal. Wir, das ist ein sechsköpfiges Team, zu dem auch zwei Mitarbeiterinnen aus der Ära Neumann gehören. Auch die Gäste würden immer ungeduldiger. „Hier klingelt bestimmt 50 Mal pro Tag das Telefon.“

Bis zum Ende des Lockdowns wollte man sich einfach auf den Außer-Haus-Verkauf konzentrieren, der ohnehin Standbein eines jeden Imbisses sei, erklärt der neue Chef der Futterluke. Einen Lieferservice werde man vorerst nicht anbieten.

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Eine angemessene Neueröffnungsfeier wolle man nachholen, verspricht René Rosenthal. „Mit einer großen Live-Verlosung, bei der ein Fernseher als Hauptgewinn winkt.“

Täglich von 11 bis 21 Uhr

  • Die Futterluke, Lütgendortmunder Hellweg 24, hat ab dem 13. November täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet – zunächst nur für den Außer-Haus-Verkauf.
  • Erreichbar ist der Imbiss unter Tel. 0231/63 52 59 und über die Homepage:futterluke-dortmund.de
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