Lütgendortmunds Traditionshotel Specht baut aus

Limbecker Straße

Spechte bauen Nester - das Hotel Specht baut aus. Weil die 15 Zimmer an der Limbecker Straße laut Pächter Markus Lepperhoff immer häufiger ausgebucht sind, wird das Dachgeschoss entkernt: Vier neue Doppelzimmer sollen dort entstehen. Und damit ist noch nicht das Ende erreicht.

LÜTGENDORTMUND

, 05.04.2017, 01:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Gerüst an der Fassade deutet auf die Bauarbeiten hin: Das Hotel Specht baut das Dachgeschoss aus.

Ein Gerüst an der Fassade deutet auf die Bauarbeiten hin: Das Hotel Specht baut das Dachgeschoss aus.

Seit drei Jahren leitet Markus Lepperhoff den Betrieb. „Seitdem haben wir es geschafft, die Belegung zu optimieren“, sagt er etwas umständlich. Dann wird er deutlicher: „Nix tut einem Hotelier mehr weh, als wenn er Gäste ablehnen muss.“ Deshalb stehen große Umbauarbeiten im Traditionshaus am Heinrich-Sondermann-Platz an: Das Dachgeschoss wird entkernt, damit die hohen Räume zu Zimmern umgebaut werden können. Bislang bietet das Hotel Specht auf drei Etagen 15 Zimmer, darunter fünf Einzelzimmer. Die vier neuen Doppelzimmer sollen je rund 25 Quadratmeter groß sein.

Das Hotel Specht hat einen einheitlichen Einrichtungsstil, den Markus Lepperhoff auch im Dachgeschoss fortführen will: dunkle Holzmöbel, cremefarbene Wände, grüne Teppiche.Zusätzlich erhält der Empfang eine neue Rezeption, außerdem sollen die Parkplätze erweitert werden. Und dann sind laut Markus Lepperhoff neue Wege vom Parkplatz zum Hotel geplant. Der Sanitärbereich im Untergeschoss sei bereits renoviert worden.

Geschäftsreisende zieht es nach Dortmund

Vor allem Geschäftsreisende ziehe es nach Lütgendortmund, sagt der Hotelier: „Hier hat man eine gute Anbindung an die City, trotzdem ist es ruhig.“ Am Hotel Specht schätzten sie die zentrale Lage am Marktplatz. Zwischen 3000 und 3500 Übernachtungen verbuche er ungefähr pro Jahr, sagt Markus Lepperhoff.

Zum Hotel Specht gehört auch das Restaurant. Markus Lepperhoff will daraus mehr als nur ein Hotel-Restaurant für Übernachtungsgäste machen. „Wir versuchen, es als echtes Restaurant zu etablieren, und bekommen da auch vermehrt Zuspruch.“ 50 Plätze bietet die Gastronomie mit Terrasse und gutbürgerlicher Küche. Die nennt der Betreiber „Schnitzel, Steaks and more“. Aber auch vegetarische Gerichte stehen auf der Speisekarte – als „Green Cuisine“.

 

Zusammen mit Verpächter Lothar Schröder plant Markus Lepperhoff in der Zukunft noch weitere Ausbauten – aber nicht als Anbau, wie er auf Anfrage versichert. Zu dem gesamten Komplex an der Limbecker Straße gehören auch die Pizzeria, ein Lotto-Geschäft und eine Spielhalle. Innenliegend gebe es leer stehende Räume, die seit Jahren nicht genutzt würden, sagt der Hotelier – wie ein ehemaliger Ballsaal oder eine Kegelbahn. „Es ist einiges, was in den nächsten Monaten ansteht“, sagt er, „aber für die nächsten Jahre ist noch mehr geplant.“

Das Hotel wurde im Jahr 1817 gebaut. Eine Übernachtung im Einzelzimmer kostet 78 Euro. Im Doppelzimmer zahlen Gäste 106 Euro beziehungsweise in den größeren Räumen 116 Euro. Das Frühstücksbuffet gibt es für 9,50 Euro.

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