Hauptbahnhof Dortmund

Mädchen wählen aus Langeweile fast 50 Mal den Notruf der Bundespolizei

Sie täuschten mehrfach eine Notlage vor, beleidigten, ahmten Tiergeräusche nach: Zwei Mädchen haben fast 50 Mal den Notruf der Bundespolizei gewählt. Irgendwann machten sie einen Fehler.
Am Dortmunder Hauptbahnhof musste die Bundespolizei wegen eines Streits um Schuhe eingreifen. Archivbild. © Archiv RN

Zwei Mädchen haben am Dortmunder Hauptbahnhof fast eine ganze Nacht lang immer wieder den Notruf der Bundespolizei missbraucht, heißt es in einer Mitteilung. Am frühen Freitagmorgen (24.9.) habe man sie dann schließlich stellen können.

Zwischen 18 und 4 Uhr sei die Bundespolizei mehrfach von den beiden angerufen worden. Zum Teil beleidigten sie die Beamten, ahmten tierische Laute nach oder legten direkt wieder auf. Bis zu 50 Mal sei so die Notrufleitung blockiert worden.

Gegen 4.15 Uhr sei es schließlich einer Bundespolizistin gelungen, die Anruferinnen in ein längeres Gespräch zu verwickeln, wobei sich herausstelle, dass sie sich in der Nähe des Hauptbahnhof aufhielten. Dank Kameraüberwachung konnten sie identifiziert werden, Bundespolizisten nahmen die Minderjährigen zunächst mit auf die Wache, heißt es.

Handys sichergestellt

Dort haben die zwei zugegeben, die Anrufe seit dem Abend getätigt zu haben – die Telefonlisten hatten sie laut Bundespolizei jedoch schon gelöscht. Die Handys seien sichergestellt worden.

Bei einem der zwei Mädchen, einer 14-jährigen Bochumerin, habe man zudem noch eine Ecstasy-Tablette gefunden. Sie sei in die Obhut ihrer Mutter übergeben worden. Das zweite, 16-jährige, Mädchen, offenbar schon hinreichend polizeibekannt, sei in eine Jugendschutzstelle gebracht worden. Strafverfahren seien eingeleitet worden.

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