Mammut-Bäume auf Phoenix-West? Das sind die Reaktionen

Kontroverse Kunst-Idee

Von "Ich bin begeistert" bis zu "Sonst nix zu tun?" - die Idee der Künstlerin Ulrike Fischer, Riesen-Bäume mit Botschaften auf Phoenix-West aufzustellen, hat die unterschiedlichsten Reaktionen ausgelöst. Wir liefern einen Überblick über die zahlreichen Vorschläge und Meinungen.

HÖRDE

05.11.2013, 16:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Modell des Kunstwerks »Wege zur Glückseligkeit« von Ulrike Fischer.

Ein Modell des Kunstwerks »Wege zur Glückseligkeit« von Ulrike Fischer.

 

  • Mitmenschlichkeit, Toleranz, Humor, schlägt Leserin Jutta Deschner vor. „Das erscheint mir besser fassbar für junge und moderne Menschen als Demut oder Barmherzigkeit“, so ihre Begründung.
  • Dagmar Bernhoff schickt gleich eine komplette Liste für alle sieben Bäume. Ihre Vorschläge: Mut, Humor, Hoffnung, Gerechtigkeit, Mitgefühl, Liebe, Geduld. „Es würde mich freuen, wenn das Kunstwerk auf Phoenix-West errichtet wird“, sagt Bernhoff.
  • Leserin Gabriele Hereth-Preukschat schickt die Begriffe Motivation Energie und Ausgeglichenheit vor.
  • „Ich bin begeistert von dieser Idee“, sagt Doris Schiedemann und dankt Künstlerin Fischer für ihren Einsatz. „Für mich gehören Freude, Dankbarkeit und Liebe unbedingt dazu."
  • Ein weiterer Leser-Vorschlag ist „verzeihen“.

 

  • In einer Zuschrift macht ein Bürger auf eher scherzhafte Art, dass er nicht allzu viel von der Idee hält. Er macht Vorschläge für Texte wie „Ist das Kunst oder kann das weg ?“, „Baumfrevel“, „Sonst nix zu tun?“, „Mc Donalds 500m Rechts“ oder „Flugverbotszone für Spechte“.
  • Diplom-Forstwirt Andreas Winkelmann schlägt als Alternative das Pflanzen von Mammutbäumen auf dem Areal vor. Aus seiner Sicht sei es ratsamer „etwas lebendiges zu gestalten mit Baumarten, die elementar waren bei der Bildung von Kohle und damit für die Geschichte des Ruhrgebietes und des ehemaligen Kohle und Stahlstandortes Dortmund.“ Dies würde Vergangenheit und Zukunft zugleich symbolisieren. „In diesem Kontext lassen sich auch Inhalte interpretieren wie Sinn des Lebens, Wege der Glückseligkeit oder Demut vor der Schaffenskraft der Natur“

Zusätzlich zu dem Aufruf, Vorschläge für die Tugenden einzuschicken, hatten wir unsere Leser im Internet aufgerufen, abzustimmen. Hier ist die Haltung indes ziemlich deutlich. Über die Hälfte der knapp 1200 Stimmen (52,8 Prozent) sprechen sich gegen die Idee aus, nur 29 Prozent halten sie für gut.

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