Erstes Opfer im Klinikum

Mann erleidet schwerste Verbrennungen durch Explosion illegaler Böller

Er wird nun wohl sein Leben lang Narben behalten: Ein junger Mann hat durch die Explosion illegaler Böller schwerste Verbrennungen erlitten. Das Klinikum Dortmund warnt eindringlich.
Ein junger Mann wurde wegen einer Garagen-Explosion mit Verbrennungen dritten Grades ins Klinikum Dortmund Nord eingeliefert. (Symbolbild) © picture alliance / dpa

Wenige Tage vor Silvester hat das Klinikum Dortmund schon ein erstes Opfer durch illegale Böller, heißt es in einer Mitteilung. Ein junger Mann sei wegen einer Garagen-Explosion mit Verbrennungen dritten Grades auf die Station für Schwerbrandverletzte des Klinikums Nord gebracht worden.

„Er hat sich diese schlimmen Verbrennungen gleich auf einem Viertel seiner Körperoberfläche zugezogen. Es wird Monate brauchen, um das zu behandeln. Und der Mann wird sein Leben lang Narben behalten“, erklärt Dr. med. Fatma Topcuoglu, unter anderem Fachärztin für Unfallchirurgie, in der Mitteilung.

Befürchtung des Klinikums

Auslöser der Explosion seien wohl illegale Böller gewesen, die den deutschen Standards nicht genügten und meist im Ausland gekauft werden. Im Klinikum befürchtet man, dass durch das diesjährige Feuerwerksverkaufsverbot die Zahl der Verletzten durch illegale Böller steigt.

„Wir können nur immer wieder auf die Gefahren hinweisen, die illegales Feuerwerk sowie der nicht sachgemäße Umgang mit zugelassenem Feuerwerk verursachen kann“, so Dr. Jens-Peter Stahl, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie im Klinikum Dortmund.

Dr. Jens-Peter Stahl warnt vor illegalen Böllern und dem unsachgemäßen Gebrauch von zugelassenem Feuerwehr.
Dr. Jens-Peter Stahl warnt vor illegalen Böllern und dem unsachgemäßen Gebrauch von zugelassenem Feuerwehr. © Matthias Graben © Matthias Graben

In der für Kliniken angespannten Corona-Situation könne jeder mit dem Feuerwerks-Verzicht dazu beitragen, die Krankenhäuser nicht noch zusätzlich durch Böller-Opfer zu belasten, heißt es.

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