Maskenpflicht kommt wieder: Dortmunder Schüler und Eltern äußern klare Meinungen

mlzCorona und Schule

Nach den Herbstferien heißt es wieder: Maske auf im Klassenzimmer. Damit soll das Infektionsgeschehen minimiert werden. Wie reagiern Schüler und Eltern in Dortmund auf die Regel?

Dortmund

, 21.10.2020, 17:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Maskenpflicht im Unterricht wird für alle NRW-Schüler ab der 5. Klasse nach den Herbstferien wieder eingeführt. Grund sind die steigenden Corona-Zahlen in Nordrhein-Westfalen. Schulministerin Yvonne Gebauer hat dies am Mittwoch (21.10.) bekanntgegeben.

Schülersprecherin findet erneute Maskenpflicht positiv

Leyla Ilayyan (17) ist Schülersprecherin am Käthe-Kollwitz-Gymnasium und geht in die Jahrgangsstufe 11. Sie findet es richtig, dass das Masketragen nun auch wieder im Unterricht für alle Schüler verpflichtend ist. „Bei den steigenden Zahlen ist es wichtig, dass man geschützt ist, um niemanden zu gefährden“, sagt die Schülerin. „Gerade bei einer Krankheit, über die man noch so wenig weiß.“

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Sie selbst habe auch nach dem offiziellen Aussetzen der Maskenpflicht weiterhin einen Mundschutz im Klassenzimmer getragen. Und so auch viele ihrer Mitschüler.

„Für mich ist das jetzt kein großer Wechsel. Für manche andere Schüler wird es am Anfang vielleicht ein bisschen verwirrend sein“, sagt Leyla Ilayyan. Vor allem für die Jüngeren könnte das Tragen des Mundschutzes im Unterricht zuerst wieder anstrengend sein.

Dortmunder Eltern: „Maskenpflicht wird nicht reichen“

Anke Staar, Vorsitzende der Dortmunder Stadteltern, sagt ganz klar: „Die Maskenpflicht wird nicht reichen.“

Für sie ist die einzige sinnvolle Lösung für einen funktionierenden Schulalltag die Halbierung der Schulklassen. Auch andere Bundesländer hätten die Minimierung der Lerngruppen in den Stufenplan aufgenommen. Dass Stoffmasken und unterkühlte Räume mehr Sicherheit bringen würden, sei schon mehr als gewagt, so Staar.

Trotzdem habe Anke Staar schon damit gerechnet, dass die Mundschutzpflicht wieder eingeführt wird. „Entweder die Schulen ganz zu machen oder wieder überall Masken tragen“, sagt die Stadteltern-Sprecherin.

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Bei den anderen Eltern werde es sicher geteilte Meinungen geben, schätzt Staar. „Die eine Stimme der Dortmunder Eltern gibt es nicht.“ Manche Befürworten den Unterricht mit Maske, andere werden dagegen sein.

Anke Staar ist der Meinung, dass die Maske grundsätzlich wichtig ist, der Schulunterricht in der Corona-Krise jedoch endlich Alternativen brauche. „Auch wenn ich damit gerechnet habe, macht es mich trotzdem sauer. Wie lange wollen wir abwarten? Bis wir Bundeswehr nicht mehr nur für Papierkram brauchen, sondern zum Abtransportieren von Toten? Das Schulministerium macht einfach seine Augen zu und durch“, meint Anke Staar.

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