Matthias Thurau (34) aus Hombruch hat sein erstes Buch geschrieben

mlzRoman „Sorck“

Im Mai hat Matthias Thurau seinen ersten Roman „Sorck“ veröffentlicht. Ursprünglich wollte der Autor etwas ganz anderes werden. Uns hat er hat schon seine zweite Buchidee verraten.

von Marc Dominic Wernicke

Hombruch

, 20.07.2019, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Martin Sorck ist 40 Jahre alt und allein. Hilflos muss er mit ansehen, wie seine Wohnung niederbrennt. Alles was ihm bleibt sind zwei Koffer und ein Ticket für eine Kreuzfahrt. So lautet die Prämisse des ersten Romans von Matthias Thurau, der seit Mai erhältlich ist.

Wer den 34-Jährigen in seiner Wohnung nah am Hombrucher Zentrum besucht, begegnet dort einem jungen Autoren, der zwei bis zwölf Stunden am Tag mit literarischer Arbeit verbringt. „Ich war kein guter Student, aber ein interessierter“, sagt Thurau von sich selbst. Er wuchs in Eichlinghofen auf, brach das Abitur ab, leistete Zivildienst und machte eine Ausbildung zum Lagerlogistiker. Dann holte er sein Abitur nach und studierte Literatur und Philosophie. „Mit 13, 14 Jahren habe ich zum ersten Mal bewusst geschrieben. In der Lyrik konnte ich damals meine Gefühle verarbeiten. Wirklich ernsthaft schreibe ich jetzt seit drei, vier Jahren. Heute ist es wie mein Hauptberuf“, sagt Thurau.

Kreuzfahrt ins Chaos

In „Sorck“ erzählt er die Geschichte eines Mannes, der alles verloren hat – was jedoch ohnehin nicht viel war. „Vor dem Brand hat Martin Sorck sehr zurückgezogen gelebt. Er träumte von großen Taten und führte Listen über alle möglichen Details seines Lebens, für den Fall dass irgendwann jemand eine Biografie über ihn schreiben würde“, stellt Matthias Thurau seinen Protagonisten vor. Während der Kreuzfahrt in der Ostsee erlebt Sorck viele skurrile und chaotische Situationen – inklusive einer Touristeninvasion im wahrsten Sinne des Wortes.

Matthias Thurau (34) aus Hombruch hat sein erstes Buch geschrieben

Der Roman ist als Taschenbuch und als E-Book erhältlich. © Repro Marc D. Wernicke

„Für Sorck ist das Leben ein Kampf und die Reise ist eine letzte Frist, um einen Sinn für sein Leben zu finden“, sagt Thurau, der die Geschichte mit einer bildhaften, planvoll durchdachten Sprache und viel schwarzem Humor gekonnt erzählt. Sein Erstlingswerk hat er ohne einen Verlag selbst veröffentlicht: „Als Selfpublisher hat man die Freiheit, von der Geschichte bis zum Cover alles so zu machen, wie man will. Ich möchte die Menschen damit erreichen und sie zum Nachdenken anregen. Sozusagen ein Feuer legen, wie am Anfang des Romans“, erklärt Thurau selbstbewusst.

Den größten Teil der Arbeit habe er damit zugebracht, das bereits Geschriebene zu überarbeiten. Die Geschichte hatte Thuraus erst geplant und danach in einer ersten Fassung niedergeschrieben. „Ich habe es so erlebt, dass man seine eigene Geschichte selber erst mit der Zeit richtig versteht“, erinnert sich Thurau, der seit der Veröffentlichung von „Sorck“ im Mai bereits am nächsten Projekt arbeitet: So soll sein zweiter Roman von einem Gerichtsprozess in einer dystopischen Gesellschaft erzählen.

Taschenbuch und E-Book

Der Roman „Sorck“ ist gedruckt oder als E-Book bei Amazon für 11,99 Euro erhältlich. Das Taschenbuch kann auch bei Buchhandlungen bestellt werden und liegt im Lebensmittelgeschäft „Landgut“ an der Singerhoffstraße 1 in Hombruch aus. „Dort gibt es lokale Produkte, insofern passt mein Buch auch dazu“, sagt Thurau.

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