Mehr Geld für Flüchtlinge: Dortmunds Sozialdezernentin macht Druck in Düsseldorf

Landesregierung

Dortmund möchte vom Land mehr Geld für die Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten. Sozialdezernentin Birgit Zoerner hat in Düsseldorf jetzt Druck gemacht - sie war nicht allein.

Dortmund

, 25.09.2019, 18:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mehr Geld für Flüchtlinge: Dortmunds Sozialdezernentin macht Druck in Düsseldorf

Dortmunds Sozialdezernentin Birgit Zoerner hat mit Kollegen aus anderen Kommunen erneut mehr Unterstützung von der Landesregierung bei den Kosten für geduldete Flüchtlinge gefordert. © Peter Bandermann

Mehrere Kommunen in Nordrhein-Westfalen fordern mehr Geld von der Landesregierung für die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen. Das Land müsse auch die Kosten für geduldete Flüchtlinge übernehmen, forderten die Sozialdezernenten von Dortmund, Essen und Herne am Mittwoch in Düsseldorf.

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Für Dortmund geht es um Kosten in Höhe von rund 20 Millionen Euro im Jahr. In Dortmund gibt es rund 5500 Menschen mit einer Duldung oder einem laufenden Asylverfahren.

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Laut der Dortmunder Sozialdezernentin Birgit Zoerner liegt seit Herbst 2018 ein von der Landesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten vor. Es zeige, dass etwa die Flüchtlingspauschale des Landes an die Kommunen dringend erhöht werden müsse.

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Derzeit würden die Städte und Gemeinden lediglich einen Kostenanteil von 30 bis 40 Prozent pro Flüchtling vom Land erstattet bekommen. In anderen Bundesländern wie etwa Bayern würden die Kosten voll übernommen.

Nach dem Flüchtlingsaufnahme-Gesetz bekommen die Kommunen derzeit für Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen rund 10.400 Euro jährlich vom Land erstattet. Die tatsächlichen Kosten liegen allerdings bei bis zu 16.000 Euro.

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(mit dpa)

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