Meline Ebbinghaus ist die neue „Street-Managerin“

Brückstraße

DORTMUND „Street-Managerin“ steht auf ihrer der Visitenkarte. Und das kann man wörtlich nehmen. „Ich bin wirklich viel auf der Straße unterwegs“, sagt Meline Ebbinghaus. Seit Mai ist die 35-Jährige im Amt.

von Von Oliver Volmerich

, 03.10.2009, 05:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Meline Ebbinghaus ist die neue »Street-Managerin«.

Meline Ebbinghaus ist die neue »Street-Managerin«.

Denn Pultuskier steht in der Schusslinie, weil gleich mehrere seiner Häuser zu den Schandflecken des Viertels gehören – allen voran das seit mehr als einem Jahrzehnt leer stehende Ex-Commerzbank-Gebäude an der Ecke zum Königswall. Eine offene Wunde auch für den örtlichen Terrania-Verwalter Stefan Niederwörmann. „Von den 18 Terrania-Häusern im Viertel seien 13 oder 14 in einwandfreiem Zustand“, verteidigt er seinen Brötchengeber. Die anderen würden ebenfalls saniert – wenn sich Mieter finden. In jedem Falle ist Pultuskier inzwischen auf Imagepflege bedacht – nicht nur mit der Werbe- und Interessengemeinschaft. In leer stehenden Obergeschossen böte man Künstlern Unterkunft – „für Wasser, Brot und Nebenkosten“, wie Niederwörmann betont. Rund um das Kulturhauptstadt-Jahr sind gemeinsame Aktionen geplant. Hier kommt Meline Ebbinghaus wieder ins Spiel, die die renommierte Werbeagentur WDD3c, für die sie im Hauptberuf arbeitet, im Rücken hat. „Die Werbe- und Interessengemeinschaft ist offen für alle. Je größer sie ist, desto besser“, betont sie. Schließlich will die Street-Managerin auch die Interessen der Anlieger gegenüber Cityring oder Stadtverwaltung vertreten.

Dort überlegt man ebenfalls, wie man der Brückstraße nach den jüngsten Problemen helfen kann. Eine Neuauflage des Quartiersmanagements, wenn auch in anderer Form als bislang, schließt Stadtdirektor Ullrich Sierau nicht mehr aus. Die Street-Managerin kann und will dafür kein Ersatz sein.

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