Mengeder Hallenbad wird 50 - und erfrischt mehr denn je

mlzSchwimmen in Nette

Wenn das Mengeder Hallenbad im März 50 Jahre alt wird, ist das für die heutige Leiterin ein besonderer Geburtstag. Schon als Jugendliche feierte sie dort einen großen sportlichen Erfolg.

Nette

, 27.02.2019, 14:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Ina Polaschek zum ersten Mal das Mengeder Bezirkshallenbad in Nette betrat, war das Wort Badeanstalt noch populär. Sie selbst war ein Teenie und eine talentierte Schwimmerin. „Ich bin von 1975 bis 1980 für die SG Hansa Dortmund geschwommen. An das Mengeder Bad habe ich gute Erinnerungen. Dort habe ich damals den Altersklassenrekord über 200 Meter Kraul aufgestellt“, berichtet die heutige Badleiterin.

Am 8. März 1969 eröffnet

Damals war das Hallenbad noch ganz neu. Am 8. März 1969 hatte es Oberbürgermeister Heinrich Sondermann unter großer Teilnahme der Bevölkerung eröffnet. Zur Feier des Tages gab es damals ein Schwimmfest. Geplant war das Hallenbad allerdings schon viel länger.

Denn bis in die 1960er Jahre gab es in den Dortmunder Stadtteilen keine Bäder.

Die starke Inanspruchnahme des Süd- und Nordbads und der Wunsch der Schulverwaltung nach Lehrschwimmbecken stellte die Stadt damals vor eine entscheidende Frage: Ist es zweckmäßig und wirtschaftlich Lehrschwimmbecken in Schulen zu bauen? Die Stadt entschied sich gegen Schwimmbecken in Schulen und fasste am 18. Dezember 1961 im Rat einen Grundsatzbeschluss. Anstelle einzelner Lehrschwimmbecken in Schulen sollten die im Zentrum der Stadt gelegenen beiden Hallenbäder durch weitere sechs Bezirkshallenbäder mit Lehrschwimmbecken ergänzt werden.

Als Standorte wurden nach eingehenden Untersuchungen über die Einzugsgebiete die Stadtteile Brackel, Lütgendortmund, Eving, Mengede, Hörde und Hombruch festgelegt. Die Bauverwaltung wurde Anfang 1962 mit der Planung dieser Bezirkshallenbäder beauftragt. Der Bau in Brackel begann im April 1963. In fast gleichmäßigen Abständen folgte der Bau der weiteren Bäder. Das Bezirkshallenbad Mengede wurde in Nette gebaut und im Jahr 1969 in Betrieb genommen.

Seit 2011 in Händen der Sportwelt Dortmund

Seit Oktober 2011 ist es in den Händen der Sportwelt Dortmund, die zuvor bereits die Bäder in Brackel, Hombruch und Lütgendortmund übernommen hatte. Seit 2015 ist Ina Polaschek Leiterin des Bades. „Wenn man unsere Arbeit heute mit der von damals vergleicht, ist vor allen Dingen die Zahl der Angebote gestiegen“, berichtet die 57-Jährige. Heute gibt es Velaqa, eine Art Radfahren im Wasser, und auch Kindergeburtstage gehören zum Angebot, ebenso wie ein regelmäßiger Schwimmtag nur für Frauen. Und immer noch erlernen die Kinder im Mengeder Bad das Schwimmen. Nicht weniger als acht Kurse laufen zurzeit.

Große Feier im Mai

Wichtige Partner der Sportwelt in Mengede sind der Wassersportverein (Waspo) Nette und die DLRG. Mit diesen Partnern soll das Jubiläum am 18. Mai ganz groß gefeiert werden. „Wir werden Angebote im und vor dem Bad haben“, berichtet Lothar Hartung, zweiter Waspo-Vorsitzender. „Es gibt eine Kinderolympiade, BVB-Maskottchen Emma schaut vorbei.“ Und natürlich steht auf der Geburtstagsparty ganz viel erfrischender Schwimmspaß auf dem Programm“, verspricht Ina Polaschek.

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