Mieter: Wir zahlen nicht für unsichtbaren Hausmeister

Sonnenscheineck-Siedlung

Ärger im Aplerbecker Sonnenscheineck: Viele Mieter fühlen sich von der Wohnungsgesellschaft Annington schlecht behandelt. Zwar geht es um recht kleine Beträge - doch sie wollen nicht für einen Hausmeister zahlen, den niemand je gesehen hat.

APLERBECK

29.10.2013, 16:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hier gibt's Ärger: Die Sonnenscheineck-Siedlung in Aplerbeck.

Hier gibt's Ärger: Die Sonnenscheineck-Siedlung in Aplerbeck.

Konkret geht es um eine Gebühr von 10 Euro pro Monat, die ohne Absprache mit den Bewohnern für einen „Objektbetreuer“ erhoben wurde. „Obwohl noch niemand einen Hausmeister gesehen hat und man 40 Jahre ohne ausgekommen ist“, so Mieliecki. Außerdem gibt es Klagen über mangelhafte Heizkosten-Abrechnungen und den Winterdienst. Die Wohnungsgesellschaft widerspricht den Vorwürfen. „Der Objektbetreuer trägt dazu bei, dass sich die Sonnenscheineck-Siedlung in einem ordentlichen Zustand befindet, insbesondere hinsichtlich Ordnung, Pflege und Sauberkeit“, teilt Annington-Sprecherin Sarah Bühs mit. Die Objektbetreuer Anfang des Jahres auch in Aplerbeck einzuführen, sei ein Wunsch von Mietern gewesen. Er stehe jeden Mittwoch zwischen 14 und 16 Uhr für Mietersprechstunden zur Verfügung. „An uns sind vorrangig positive Reaktionen auf den neuen Objektbetreuer in der Sonnenscheineck-Siedlung herangetragen worden“, sagt Bühs.

Zugleich bestätigt sie, dass dem Petitionsausschuss des NRW-Landtags seit August ein Protestschreiben gegen die Einführung des Objektbetreuers vorliegt. Laut Siegfried Mielicki der letzte mögliche Schritt, da alle direkten Gespräche mit der Deutschen Annington bisher ergebnislos geblieben seien. Auch wenn die Wohnungsgesellschaft den Dialog über die Streitthemen beschwört – bei Mielicki laufen weiter Beschwerden auf. Zuletzt ging es um eine Mieterhöhung von 6 Euro für die Balkone der Wohnungen. Das Problem sind am Ende wohl weniger die tatsächlichen Summen. „Was mich schockiert, ist die Hilflosigkeit, mit der ältere Menschen vor vermeintlich winzigen Problemen stehen“, sagt Mielicki.

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