Mile, Vale, und Co.: Einbrecherbande mit Spitznamen machte halb NRW unsicher

mlzUrteil am Landgericht

Ihre Spezialität war es, in Häuser und Wohnungen einzubrechen: Drei Mitglieder einer Einbrecherband sind jetzt vor dem Dortmunder Landgericht verurteilt worden. Doch es gibt wohl noch mehr Täter.

Dortmund

, 10.11.2020, 18:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sie nannten sich Mile, Vale und Marko, und ihre Spezialität war es, in Häuser und Wohnungen einzubrechen: Jetzt sind alle drei vom Landgericht verurteilt worden.

Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass die drei Männer beileibe nicht die einzigen Mitglieder der Einbrecherbande waren. Abgehörte Telefongespräche lassen den Schluss zu, dass auch Männer mit den Spitznamen Denis, Steki, Zijo, Toni und Rambo wichtigen Rollen in dem kriminellen Gefüge einnahmen.

Im Juli 2019 sollen die Angeklagten über eine aufgehebelte Terrassentür in ein Einfamilienhaus in Kirchlinde eingebrochen sein. Ihre Beute bestand aus Bargeld, einer Armbanduhr und weiterem Schmuck und hatte einen Gesamtwert von mindestens 5000 Euro.

Aufgehebelte Türen

Aufgehebelte Türen eröffneten den Angeklagten später auch die Wege zu weiterer Beute in Burscheid, Solingen, Ratingen, Witten und dem Kreis Recklinghausen. Auch an diesen Tatorten sollen es die Einbrecher vor allem auf Schmuck und Bargeld abgesehen gehabt haben.

Die Richter sind überzeugt, dass alle Angeklagten und auch die übrigen Bandenmitglieder von den Diebstählen leben konnten. Dass sie so lange unentdeckt blieben, ist wohl auch dem Umstand zuzuschreiben, dass sie zu den Tatorten oftmals mit Autos fuhren, an die sie gestohlene Kennzeichen angebracht hatten.

Als Urteile verhängten die Richter Haftstrafen zwischen 26 Monaten und vier Jahren und drei Monaten.

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