In einem Dortmunder Kindergarten kam es zu schweren Anschuldigungen gegen einen Mitarbeiter. © dpa (Symbolbild)
Staatsanwaltschaft Dortmund

Missbrauchsvorwürfe: Entscheidung über Kita-Mitarbeiter getroffen

Zwei Familien hatten innerhalb von drei Monaten denselben Kita-Mitarbeiter angezeigt. Die Ermittlungen wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sind nun abgeschlossen.

Anfang des Jahres hat dieser Fall für viele Gespräche unter Dortmunder Eltern gesorgt: Gleich zweimal innerhalb von drei Monaten haben verschiedene Familien einen Mitarbeiter einer Kita angezeigt, weil er ihre Kinder misshandelt haben soll.

Die Vorwürfe wiegen sehr schwer: Eltern berichteten von Verletzungen im Intimbereich bei einem damals zweijährigen Kind. Im zweiten Fall sei ein dreijähriges Mädchen geschädigt worden. Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelten wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern. Gleichzeitig wurde immer betont, wie sensibel man mit den Aussagen von so jungen Menschen umgehen muss.

Mehr als ein halbes Jahr lang wurde nun nach der zweiten Anschuldigung ermittelt, der Verdächtige ist in beiden Fällen sofort vom Dienst suspendiert worden. Jetzt teilt Staatsanwalt Henner Kruse auf Anfrage mit: „Das Verfahren ist eingestellt worden.“

Der Mann ist in einer anderen Kita beschäftigt

Die Ermittler haben nach monatelanger Arbeit keine ausreichenden Hinweise gesehen, die Gründe für eine Anklage sein könnten. Damit ist der Beschuldigte unschuldig – wie in jedem Fall, wenn es zu keinem gerichtlichen Urteil kommt. Inzwischen ist der Mann bei einer anderen Kita beschäftigt, wie Kirchenkreis-Sprecher Wolfram Scharenberg auf Anfrage mitteilt.

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Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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